Speaking Two Languages Benefits the Aging Brain

New research reveals that bilingualism has a positive effect on cognition later in life. Findings published in Annals of Neurology, a journal of the American Neurological Association and Child Neurology Society, show that individuals who speak two or more languages, even those who acquired the second language in adulthood, may slow down cognitive decline from aging.

Bilingualism is thought to improve cognition and delay dementia in older adults. While prior research has investigated the impact of learning more than one language, ruling out “reverse causality” has proven difficult. The crucial question is whether people improve their cognitive functions through learning new languages or whether those with better baseline cognitive functions are more likely to become bilingual.

“Our study is the first to examine whether learning a second language impacts cognitive performance later in life while controlling for childhood intelligence,” says lead author Dr. Thomas Bak from the Centre for Cognitive Aging and Cognitive Epidemiology at the University of Edinburgh.

For the current study, researchers relied on data from the Lothian Birth Cohort 1936, comprised of 835 native speakers of English who were born and living in the area of Edinburgh, Scotland. The participants were given an intelligence test in 1947 at age 11 years and retested in their early 70s, between 2008 and 2010. Two hundred and sixty two participants reported to be able to communicate in at least one language other than English. Of those, 195 learned the second language before age 18, 65 thereafter.

Findings indicate that those who spoke two or more languages had significantly better cognitive abilities compared to what would be expected from their baseline. The strongest effects were seen in general intelligence and reading. The effects were present in those who acquired their second language early as well as late.

The Lothian Birth Cohort 1936 forms the Disconnected Mind project at the University of Edinburgh, funded by Age UK. The work was undertaken by The University of Edinburgh Centre for Cognitive Ageing and Cognitive Epidemiology, part of the cross council Lifelong Health and Wellbeing Initiative (MR/K026992/1) and has been made possible thanks to funding from the Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC) and Medical Research Council (MRC).

“The Lothian Birth Cohort offers a unique opportunity to study the interaction between bilingualism and cognitive aging, taking into account the cognitive abilities predating the acquisition of a second language” concludes Dr. Bak. “These findings are of considerable practical relevance. Millions of people around the world acquire their second language later in life. Our study shows that bilingualism, even when acquired in adulthood, may benefit the aging brain.”

After reviewing the study, Dr. Alvaro Pascual-Leone, an Associate Editor for Annals of Neurology and Professor of Medicine at Harvard Medical School in Boston, Mass. said, “The epidemiological study by Dr. Bak and colleagues provides an important first step in understanding the impact of learning a second language and the

Nutzen des Internets für Medienmacher liegt noch weitgehend brach

61% der Journalisten beklagen mangelnde Recherchezeit

Weit über die Hälfte der Recherche findet online statt / Über ein Drittel würde als Leser kein Geld für die Online-Ausgabe ihres eigenen Mediums bezahlen

Copyright        © Hans Hinken
Copyright © Hans Hinken

Während das Internet mit Suchmaschinen und E-Mail-Programmen aus dem Journalistenalltag nicht mehr wegzudenken ist, bleibt das Potenzial, das das Netz für journalistische Arbeit bietet, noch zum großen Teil ungenutzt. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie von ResponseSource und Bitkom Research. Mit „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“ bieten die Macher hinter der Online-Rechercheplattform ResponseSource.de Einsichten in den Arbeitsalltag deutscher Journalisten.

Befragt wurden über 1.300 hauptberufliche Journalisten aller Mediengattungen im Frühjahr dieses Jahres. Die Studie liefert Einsichten in Rechercheverhalten, Geschäftsmodelle im Journalismus sowie Entwicklungen im journalistischen Rollenselbstverständnis und der Notwendigkeit der persönlichen Markenbildung

 

Recherche – Zeitaufwand und Zeitmangel

Journalisten recherchieren täglich im Schnitt 163 Minuten. Mit umgerechnet 2 Stunden und 43 Minuten entspricht dies in etwa einem Drittel eines achtstündigen Arbeitstages. Nach ihrer Einschätzung gefragt, ob sie genügend Zeit für Recherche hätten, gab mit 61% eine deutliche Mehrheit an, dass sie häufig zu wenig Zeit für weitergehende Recherchen hätten. Nur 19% widersprachen der Aussage und gaben an, dass sie genügend Zeit für tiefgehende Recherchen hätten.

Internetnutzung elementarer Bestandteil des Redaktionsalltags

Bei genauerer Betrachtung der Online-Recherche im Verhältnis zum Gesamtrechercheaufwand zeigt sich, dass sich der Anteil im Vergleich zu 2008 deutlich erhöht (heute 58% im Vergleich zu damals 48%). Auf die Frage, wozu sie das Internet in erster Linie nutzen, gaben 87% der Journalisten das „Beobachten der Nachrichten- und Themenlage“ an, direkt gefolgt von Recherchearbeit, dabei in erster Linie zur Ermittlung von Quellen und Kontaktdaten (85%) sowie zum Einholen von Informationen und Zusatzmaterial (84%). Zur gründlichen Recherche von komplexen Sachverhalten nimmt die Internet-Nutzung mit 76% bereits merklich ab. Weniger häufig nutzen Journalisten das Internet zur Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Quellen (62%) oder zum Bewerten eines Themas (57%).

Digitale Hilfsmittel bei Weitem nicht ausgeschöpft

Suchmaschinen und E-Mail sind mit deutlichem Abstand die wichtigsten Internetdienste für journalistische Recherchearbeiten (93% und 90%). Die Websites von Unternehmen, öffentlichen Behörden sowie von Vereinen und Verbänden erachten nur zwischen 46% und 51% der befragten Journalisten als wichtig für ihre Nachforschungen. Soziale Netzwerke gelten für 29 % der Befragten als wichtig, noch weiter abgeschlagen sind die Websites von Parteien und Politikern mit nur 17%.

„Der deutliche Fokus auf Suchmaschinen und E-Mail zeigt, dass das Internet zwar nicht aus dem Redaktionsalltag wegzudenken ist, die ganze Bandbreite der Online-Recherche allerdings bisher nicht voll ausgenutzt wird. Die Nutzung von Blogs, Foren, Business-Netzwerken und Recherchediensten hat bisher noch keinen festen Platz in der Recherche-Arbeit der Journalisten“, so die Einschätzung von Maria Irchenhauser, bei ResponseSource verantwortlich für den deutschsprachigen Raum.

Die Studie zeigt einen deutlichen altersbedingten Trend in der Nutzung von sozialen Netzwerken. Je jünger die befragten Journalisten, desto höher schätzen sie die Bedeutung von Plattformen wie Facebook, Google+ und Twitter für ihre Recherche ein: 46% bei den unter 35-Jährigen gegen 20% im Alter von 55 bis 65 Jahren betrachten soziale Netzwerke als wichtig für die Recherche. „Die Studie bestätigt unsere Annahme, dass in der Nutzung digitaler Technologien noch viel Potenzial steckt – und zwar nicht nur für die Verbreitung von medialen Erzeugnissen, sondern besonders für die journalistische Arbeit“, so Irchenhausers Einschätzung.

Bezahlen für Journalismus und Finanzierung von Journalismus

Über zwei Drittel (71%) der befragten Journalisten arbeiten für werbefinanzierte Medien, mehr als die Hälfte (54%) arbeitet für Medien, die sich durch den Verkauf der journalistischen Arbeit finanzieren, etwa über Abo, Zeitschriftenhandel und Online-Modelle. Mit 96% gaben fast alle Journalisten an, dass das Medium, für das sie hauptsächlich tätig sind, journalistische Inhalte im Internet zur Verfügung stellt. Die Mehrzahl (64%) veröffentlicht kostenlos und ohne Registrierung, 30%  der Medien setzen teilweise oder komplett kostenpflichtige Modelle ein, wie Freemium, Paywall, Light (geringer Beitrag oder Registrierung) und Kontingent- oder sogenannte „Metered“ Modelle, also Vertriebsformate mit Volumenbeschränkung. Von den befragten Journalisten gaben 38% an, dass sie als Leser für die Online-Ausgabe ihres eigenen Mediums kein Geld bezahlen würden. Nur 44% hingegen signalisierten ihre Zahlungsbereitschaft. „Die niedrigere Bereitschaft, selbst für das eigene Medium online zu zahlen, ist auffallend. Trotz einer Vielzahl verschiedener Modelle scheint es noch nicht gelungen, einen Weg zu finden, über den sich gute Qualität im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht“, interpretiert Irchenhauser das Ergebnis. „In der Diskussion um Journalismus in der digitalen Welt liegt der Fokus stark auf der Marktfähigkeit der Produkte. Betrachtet man jedoch den enormen Nutzen, den das Web schon bei der Entstehung journalistischer Arbeit bietet, gibt es noch viel Raum für Qualitäts- und Effizienzsteigerung“ prognostiziert Maria Irchenhauser.

Als eine web-basierte Möglichkeit der Finanzierung stand das Thema Crowdfunding ebenfalls auf dem Fragekatalog der Studie. Diese Art der Finanzierung über eine große Anzahl kleiner Spenden stieß zwar nur bei 11% der befragten Journalisten auf Ablehnung, selbst schon einmal ein journalistisches Projekt über eine Crowdfunding-Plattform mitfinanziert oder selbst ein Projekt ausgeschrieben haben jedoch nur 7% der befragten Journalisten.

Über die Studie

Die Studie „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“ erstellte die Bitkom Research GmbH im Auftrag von ResponseSource. Die zugrunde liegende Erhebung wurde zwischen 27. März und 13. April 2014 unter hauptberuflichen Journalisten, die für journalistische Medien in Deutschland tätig sind, durchgeführt. Die Stichprobe umfasst 1.344 Journalisten aller Mediengattungen in Deutschland.

Soziale Medien werden von Journalisten stark genutzt

Social Media

Journalisten veröffentlichen eigene Inhalte in sozialen Medien

  • 79 Prozent der Journalisten publizieren in sozialen Netzwerken oder Blogs
  • Auch große Mehrheit der älteren Medienmacher in sozialen Medien aktiv

 Gut drei Viertel (79 Prozent) aller hauptberuflichen Journalisten in Deutschland verbreiten eigene journalistische Inhalte in sozialen Netzwerken oder Blogs. Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von ResponseSource ergeben, bei der 1.344 Journalisten befragt wurden. Danach veröffentlicht fast die Hälfte (49 Prozent) der befragten Journalisten die eigenen Texte, Videos oder Hörfunkbeiträge regelmäßig (immer/häufig) in sozialen Medien und nahezu ein Drittel (30 Prozent) unregelmäßig (gelegentlich/selten). „Soziale Netzwerke und Blogs haben sich zu einem zentralen Instrument für die Verbreitung journalistischer Inhalte im Netz entwickelt“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Laut Umfrage publizieren 63 Prozent der befragten Journalisten ihre Arbeitsergebnisse bei Facebook, davon 32 Prozent regelmäßig. Fast die Hälfte (49 Prozent) veröffentlicht eigene Inhalte in Blogs oder Foren, allerdings nur 15 Prozent regelmäßig. 45 Prozent der Befragten verbreiten ihre Erzeugnisse über Twitter (23 Prozent regelmäßig) und 37 Prozent über Google+ (15 Prozent regelmäßig). Ebenfalls 37 Prozent veröffentlichen in dem beruflichen Netzwerk Xing, davon 8 Prozent regelmäßig. 22 Prozent nutzen Linkedin (3 Prozent regelmäßig).

Jüngere Journalisten nutzen soziale Netzwerke und Blogs etwas häufiger als Medium zur Verbreitung von Inhalten als ihre älteren Kollegen. Allerdings sind die Unterschiede nicht gravierend. 87 Prozent der unter 35-Jährigen verföffentlichen ihre journalistischen Erzeugnisse in sozialen Medien, in der Altersgruppe von 35 bis 45 Jahre sind es 85 Prozent. Nur geringfügig unter dem Durchschnitt liegen die 46- bis 55-Jährigen mit 76 Prozent. Und auch in der Altersklasse zwischen 55 und 65 Jahren publizieren 75 Prozent ihre Inhalte in den sozialen Medien.
Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“ sind im Auftrag der Rechercheplattform ResponseSource 1.344 Journalisten befragt worden. Für die Durchführung war Bitkom Research verantwortlich.

Suchmaschinen und das EuGH-Urteil

Die Privatsphäre ist noch nicht verloren!

Nach dem heutigen Urteil des EuGH wird auf die Suchmaschinenbetreiber einiges an Arbeit zukommen.
Das bedeutet natürlich auch, dass dies möglicherweise mit hohen Kosten verbunden sein wird. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Umsetzung in Europa auch tatsächlich gelingt. Fraglich ist auch, ob in Ländern außerhalb Europas die beantragten Löschungen auch vollzogen werden.

Die Internetgemeinde in Europa wird durch dieses Urteil sowohl mit dem Netz als auch mit dem EuGH und dem Europaparlament ein Stück versöhnter sein.

Ob es sich allerdings auf die Europawahlen am 25. Mai 2014 auswirken wird, bleibt offen.

Hier noch Links zu verschiedenen Artikel zum Urteil:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/eugh-urteil-ueber-google-recht-auf-vergessen-im-netz-12937165.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-eugh-urteil-zum-recht-vergessen-zu-werden-a-969132.html

Präsentieren und Vortragen

 

Präsentieren & Vortragen – sicher & wirksam

 

CoverPräsentieren & Vortragen will gelernt sein. Selten fallen Naturtalente vom Himmel – und wenn dann gibt es unzählige Situationen, in denen selbst ausgefuchsten Profis die Schweißperlen auf der Stirn stehen.

Martin Dall scheint einer von ihnen zu sein, der sein Handwerk nicht nur versteht, sondern auch noch exzellent zu vermitteln weiß.

Die jetzt veröffentlichte Taschenbuchausgabe fußt auf dem gleichnamigen Klassiker von Prof. Emil Hierhold aus dem Jahre 1989 und macht – im Vergleich – die rasende Entwicklung auf dem Gebiet der Präsentationstechniken seit der Erfindung von „PowerPoint“ im April 1987 deutlich. Es ist eine Überarbeitung
der 2009 herausgegebenen, gebundenen Ausgabe.

Martin Dall ist aber nicht Historiker, sondern ein Mann der Präsentationspraxis.

Auf 400 Seiten erläutert er anschaulich und lesefreundlich, ergänzt mit übersichtlichem Bildmaterial und Grafiken das Wesentliche zu Aufbau,

Struktur, Dramaturgie und Durchführung von Vorträgen und Präsentationen.

 

In einer knackigen Einführung geht er auf die 6 Präsentationssünden ein . . .

–  die 6 No – Goes:       

1.  Kein klares Ziel

2.  Kein Nutzen für die Zuhörer

3.  Keine Logik & kein roter Faden

4.  Zu viel Information

5.  Zu lang

6.  Verwirrendes visuelles Material

. . . um dem erstaunten Leser am Ende aufzuzeigen, dass eine gelingende Präsentation 9 – 37 Stunden Vorbereitung benötigt.

Je nach Thema und Umfang also 1 Tag bis 1 Woche ?

Genau das wäre ein professioneller Vorlauf !

Auf den folgenden 380 Seiten widmet sich Martin Dall gekonnt und erfahren den 7 Erfolgsfaktoren, die er identifiziert hat, um eine zielführende, informative und dramaturgisch durchstrukturierte Präsentation zu gestalten.

Neben dem Kapitel „Präsentationsdesign für visuelle Hilfsmittel“ bestechen vor allem seine Empfehlungen zum „überzeugenden persönlichen Auftritt“ in Kapitel 6, wo er mit anschaulichen Fotostrecken Einblick in gelingende Körpersprache beim Präsentieren gibt und viel Wert auf Authentizität legt.

In Kapitel 7 werden aktuelle Beispiele aus der Praxis beschrieben und Tipps für den Präsentationsalltag gegeben, die durch „Interaktion Kontakt zum Publikum“ schaffen.

Dies Buch ist durch seine professionelle Kompetenz ein Muss für Einsteiger und Profi-Presenter.

Präsentationen sind das Standardinstrument für professionelle Kommunikation im Business – in fast jeder Branche. Doch leider vermitteln viele Vorträge häufig nur unzureichend das zentrale Anliegen des Referenten. Dieses Buch bietet umfassende praktische Anleitungen und Werkzeuge für erfolgreiche und kurzweilige Präsentationen, hilfreich sowohl für Profis als auch für Einsteiger. Die überarbeitete Neuauflage dieses Standardwerks erscheint nun in einer günstigeren Ausgabe – somit eine handliche, prägnante und unerlässliche Lektüre für alle, die im Berufsalltag mit der perfekten Präsentation glänzen möchten, schreibt der Verlag. Dem kann ich zustimmen.

Sicher präsentieren – wirksamer vortragen
ISBN 978-3-86881-534-4

Redline Verlag
400 Seiten,  39,90

Martin Dall
Martin Dall

Martin Dall gründete im Alter von 29 Jahren sein erstes Trainingsunternehmen. Er hat mehrere

Tausend Trainingsteilnehmer persönlich trainiert und berät Topführungskräfte in den Bereichen

Präsentation und Business-Rhetorik. Als Inhaber des international tätigen Trainingsinstituts HPS

leitet er ein hochqualifiziertes Trainerteam und zählt führende Unternehmen aus allen Branchen zu seinen begeisterten Kunden.

Wussten Sie schon, dass Stress ansteckend ist?

Dein Stress ist auch mein Stress

Dr Harald Rösch Wissenschafts- und Unternehmenskommunikation
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Allein das Beobachten stressiger Situationen kann eine körperliche Stressantwort auslösen

Stress ist ansteckend. Es kann ausreichen, eine andere Person in einer stressigen Situation zu beobachten, damit der eigene Körper das Stresshormon Kortisol ausschüttet. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler in einem groß angelegten Kooperationsprojekt zwischen den Abteilungen von Tania Singer am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und Clemens Kirschbaum von der Technischen Universität Dresden. Empathischer Stress trat besonders häufig auf, wenn Beobachter in einer Paarbeziehung zu der gestressten Person standen und das Geschehen direkt über eine Glasscheibe verfolgen konnten. Aber auch wenn fremde Personen lediglich auf einem Bildschirm zu sehen waren, versetzte das einige Menschen in Alarmbereitschaft. In unserer von Stress geprägten Gesellschaft ist dieser empathisch vermittelte Stress ein nicht zu vernachlässigender Faktor für das Gesundheitswesen.

Stress ist heutzutage einer der wichtigsten Krankheitsauslöser. Er verursacht verschiedene psychische Probleme wie Burn-out, Depression oder Angstzustände. Selbst wer ein relativ entspanntes Leben führt, kommt ständig mit gestressten Personen in Berührung. Ob bei der Arbeit oder im Fernsehen: Irgendwer hat immer gerade Stress, und dieser kann auf die Umwelt abfärben. Nicht nur gefühlt, sondern auch körperlich messbar als erhöhte Konzentration des Stresshormons Kortisol.

„Dass wir diesen empathischen Stress in Form einer bedeutsamen Hormonausschüttung wirklich messen konnten, war schon erstaunlich“, sagt Veronika Engert, eine der Erstautorinnen der Studie. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es in vielen Untersuchungen nicht gelingt, das Stresssystem mittels direkt erlebtem Stress zu aktivieren. Empathische Stressreaktionen konnten unabhängig („stellvertretender Stress“) oder proportional („Stressansteckung“) zu den Stressreaktionen der aktiv gestressten Probanden sein. „Es scheint also eine Möglichkeit der Übertragung zu geben, die abhängig vom Empfinden anderer eine Stressantwort bei uns auslöst.“

Beim Stresstest mussten die Probanden mit schwierigen Kopfrechenaufgaben und Vorstellungsgesprächen kämpfen, während zwei vermeintliche Verhaltensanalysten ihre Leistung beurteilten. Nur fünf Prozent der direkt gestressten Probanden ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, alle anderen zeigten eine physiologisch bedeutsame Erhöhung des Kortisol-Spiegels.

Insgesamt zeigten 26 Prozent Beobachter, die selbst keinerlei Stress ausgesetzt waren, einen physiologisch bedeutsamen Anstieg von Kortisol. Der Effekt war besonders stark, wenn Beobachter und gestresste Person eine partnerschaftliche Beziehung verband (40 Prozent), aber auch bei völlig fremden Menschen sprang der Stress immerhin noch auf zehn Prozent der Beobachter über. Emotionale Verbundenheit ist demzufolge keine Voraussetzung für empathischen Stress.

Konnten die Beobachter das Geschehen direkt verfolgen, reagierten 30 Prozent gestresst. Aber selbst wenn der Stresstest nur auf dem Bildschirm flimmerte, reichte das aus, um bei 24 Prozent der Beobachter die Kortisol-Spiegel in die Höhe zu treiben. „Das bedeutet, dass selbst Fernsehsendungen, die mich mit dem Leid anderer konfrontieren, den Stress auf mich übertragen können“, sagt Engert. „Stress hat ein enormes Ansteckungspotential.“

Ein Problem ist Stress vor allem dann, wenn er chronisch wird. „Eine hormonelle Stressreaktion hat evolutionär natürlich auch einen Sinn. Wenn sie einer Gefahr ausgesetzt sind, dann wollen sie auch, dass ihr Körper mit einem Anstieg des Stresshormons reagiert“, erklärt Engert. „Aber konstant erhöhte Kortisol-Werte sind nicht gut. Auf Dauer leiden darunter z.B. das Immunsystem und die Nervenzellen.“ Von potenziell schädlichen Konsequenzen empathischen Stresses sind daher besonders Menschen in Helferberufen oder Angehörige dauergestresster Personen betroffen. Wer ständig direkt mit dem Leid und Stress anderer konfrontiert wird, der hat ein erhöhtes Risiko auch selbst darunter zu leiden.

Mit einem anderen Vorurteil räumen die Ergebnisse hingegen auf: Männer und Frauen reagierten gleich häufig mit empathischem Stress. „Auf Fragebögen schätzen Frauen sich als empathischer ein, als Männer dies tun. Bisher konnte das jedoch noch in keinem Experiment, das objektive biologische Marker verwendete, nachgewiesen werden.“ Zukünftige Studien sollen zeigen, wie genau der Stress übertragen wird und was getan werden kann, um den negativen Einfluss von Stress auf die Gesellschaft zu verringern.

Originalpublikation:
Engert, V., Plessow, F., Miller, R., Kirschbaum, C., & Singer, T.
Cortisol increase in empathic stress is modulated by social closeness and observation modality.
Psychoneuroendocrinology, 17. April 2014

Anmerkung:

Stress und Burnout gehen oft eine ungute Verbindung für den Betroffenen ein. Leider warten viele Menschen, besonders im Management, zu lange, ehe sie aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Ein qualifieziertes Coaching – wie es von Hans-Josef Hinken angeboten wird, kann dabei helfen, den Stress abzubauen. Für mehr Erfolg im Beruf und mehr Zufriedenheit im Privatleben.

Die neue Arbeitswelt

New World of Work

9783709305355Der Titel könnte vermuten lassen, dass ein Riesenwälzer in englischer Sprache auf die interessierten Leser zukommt, der gespickt ist mit Daten, Zahlen, Fakten und den destillierten Quintessenzen einer messerscharfen Analyse.

FALSCH!

Das Gegenteil ist der Fall.

Die Autoren Michael Bartz- Professor an der FH-Krems – und Thomas Schmutzer – Geschäftsführer der HMP Beratungs GmbH – haben das Buch auf Deutsch geschrieben und dafür eine virtuelle Romanfigur erfunden. Viktoria Frey heißt die Protagonistin. Sie leitet einen alteingesessenen Industriebetrieb mit Sitz in Österreich und Produktionsstätten in sieben weiteren Ländern, die von einem weltweiten Netz von Verkaufs- und Marketingbüros umspannt sind.

Da der wichtigste und treueste Kunde in der 30jährigen Firmengeschichte die Kooperation aufgekündigt hat, gerät das Unternehmen in eine Schieflage.

Viktoria Frey versucht nun, die Ursachen heraus zu finden und erfährt in den Meetings mit den Bereichsleitern HR, IT, Organisation, Customer Service, Marketing und Sales, Produktion sowie F & E (Kaptiel 2- 7) dass die „Neue Welt der Arbeit“ sich so schnell und radikal verändert hat, so dass nichts mehr funktioniert „…wie wir es immer gemacht haben“ ! (Kap. 1)

In Kaptiel 8 wird ein Workshop mit allen Beteiligten skizziert, der den „Aufbruch in die neue Welt des Arbeitens“ einleitet.

Der Stil erinnert etwas an die neuere Management-Literatur aus den USA, wo Wissenswertes in eine „Story“ verwoben wird und sich Erkenntnisgewinn in Romanform aneignen lässt.  Eine kurze stichwortartige Zusammenfassung als To-Do- Liste zeigt der Geschäftsführung auf, was sie zu tun hat. Das alles wird ergänzt durch statistisches Material aus den Jahren 2010 bis 2013 in roten Factboxes, und themenzentrierten Interviews mit CEO’s und Bereichsleitern führender österreichischer Unternehmen am lokalen und globalen Markt.

Das Buch liest sich, dank des übersichtlichen Aufbaues und der gelungenen Dramaturgie, wie im Fluss und in eins durch, mit einem hohen Erkenntnisgewinn.

Die Einschätzung der Autoren, dass in den westlichen Industrienationen im Jahr 2025 – oder schon eher – der Anteil der DIGITAL NATIVES an der arbeitenden Bevölkerung 50 % und mehr betrage, macht deutlich, dass sich jedes Unternehmen jetzt schon auf die Herausforderungen der Neuen Welt des Arbeitens, Lebens und Konsumierens einstellen sollte, um den überlebenswichtigen Paradigmenwechsel nicht zu verschlafen.

Danke an die Autoren für diesen NWOW – „Wachrüttel-Effekt“!

 

Michael Bartz/Thomas Schmutzer

New World of Work.

Warum kein Stein auf dem anderen bleibt.

Trends – Erfahrungen – Lösungen

Linde Verlag

192 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-7093-0535-5

€ 24,90

E-Book (E-Pub)

ISBN 978-3-7094-0467-6, € 18,99

E-Book (PDF)

ISBN 978-3-7094-0468-3, € 18,99

 

 

 

 

BITKOM legt IT-Strategie vor

Digitale Agenda

BITKOM legt IT-Strategie vor

  • 90 Maßnahmen für Wachstum, Infrastruktur und Sicherheit
  • Bedingungen für Start-ups müssen weiter verbessert werden
  • Gesetze sollen auf Folgen für die digitale Wirtschaft geprüft werden

Berlin, 27. März 2014 – Deutschland soll in den nächsten Jahren zum digitalen Wachstumsland Nr. 1 werden. Das ist das Ziel einer IT-Strategie, die der Hightech-Verband BITKOM vorgelegt hat. Kern der IT-Strategie ist ein Aktionsplan mit rund 90 Einzelmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Mobilisierung von Wachstumskapital für Start-ups, Investitionen in den weiteren Breitbandausbau, die Förderung von Industrie 4.0 sowie Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz. „BITKOM kann die Bundesregierung bei ihren ambitionierten Plänen für eine Digitale Agenda unterstützen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Branche hat Vorschläge erarbeitet, mit denen wir Bundesregierung und Bundestag Anregungen geben wollen.“ Ziel müsse sein, bis zum Sommer den Entwurf für die Digitale Agenda abzuschließen. Das BITKOM-Papier zur IT-Strategie wurde von mehr als 200 Experten entwickelt.

In seiner IT-Strategie benennt BITKOM drei große Handlungsfelder: die digitale Wirtschaft, Intelligente Netze sowie Vertrauen und Sicherheit. Kempf: „Es muss darum gehen, Deutschland als Anbieter von ITK-Lösungen weltweit zu einem Spitzenstandort zu machen, zu einem echten IT-Hotspot.“ Des Weiteren müssten Intelligente Netze in die Fläche gebracht und ein Höchstmaß an Vertrauen und Sicherheit geschaffen werden.

Um Deutschland zu einem führenden IT-Standort zu machen, schlägt BITKOM drei Maßnahmenblöcke vor: Erstens die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den IT-Mittelstand und Global Player, u.a. durch die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung sowie zweitens die dauerhafte Sicherung des Fachkräftebedarfs durch eine die Innovationspolitik unterstützende Bildungs- und Zuwanderungspolitik. Im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Fachkräftemangels schlägt der BITKOM u.a. vor, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern zur Unterstützung von Hochschulen und Schulen aufzuheben. Zunächst aber müsse der Aufbau eines Ökosystems rund um wachstumsstarke Tech-Startups vorangetrieben werden. Für eine Stärkung junger Unternehmen sollten u.a. private Investoren Verluste von Start-up-Beteiligungen in ihrer Einkommensteuer geltend machen dürfen und die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapitalfonds sollten verbessert werden. Des Weiteren müsste die Gründungsphase entbürokratisiert werden, u.a. indem junge Tech-Firmen für vier Jahre von Verwaltungsaufgaben wie statistischen Berichtspflichten und einer Reihe gesetzlicher Auflagen befreit würden. Schließlich müssten so genannte Hubs geschaffen werden, um Start-ups den Kontakt zur etablierten Industrie zu erleichtern. Die hervorragende Ausgangsbasis Deutschlands auf dem Weg in die digitalisierte und vernetzte Industrie 4.0 müsse genutzt und etwa durch die Bildung von Clustern oder das Entwickeln von Standards und Referenzarchitekturen weiter gefördert werden.

Basis der digitalen Infrastruktur als zweitem übergeordnetem Aktionsfeld ist aus BITKOM-Sicht der weitere Breitbandausbau. Dazu sollen Anreize geschaffen werden, um so viele private, eigenwirtschaftliche und wettbewerbsoffene Investitionen auszulösen wie möglich. Des Weiteren sollten rechtzeitig Frequenzen im 700 MHz-Band für eine störungsfreie Nutzung durch den Mobilfunk zur Verfügung gestellt werden. In diesem Sinne seien auch die Nutzungsrechte für 900 und 1800 MHz-Frequenzen zu verlängern. In Regionen, in denen ein marktgetriebener weiterer Ausbau nicht realisierbar ist, seien zusätzlich zu den Investitionen der Wirtschaft gezielte und technologieneutrale Fördermaßnahmen erforderlich. Diese müssten auf unterversorgte Gebiete beschränkt sein, in denen keine der verfügbaren Technologien einen wirtschaftlichen Ausbau ermögliche. Eine Entwertung bereits getätigter oder geplanter Investitionen dürfe dabei nicht stattfinden. Zudem müsse der Aufbau Intelligenter Netze in den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung, Gesundheit und Bildung vorangebracht und beschleunigt werden. Beispielhafte unterstützende Maßnahmen dazu sind etwa die Vernetzung bislang isoliert arbeitender Verkehrsmanagement-Zentralen, die Aufnahme telemedizinischer Leistungen in den Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen oder die Aufhebung bestehender Schriftformerfordernisse im Behördenverkehr.

Digitale Wirtschaft und Digitale Infrastrukturen benötigen aus BITKOM-Sicht mehr Sicherheit. Nicht zuletzt die Berichte über staatliche Abhörmaßnahmen sowie die zunehmende Kriminalität im Netz hätten die entstandenen Angriffsflächen deutlich gemacht und verlangten Maßnahmen. Der BITKOM fordert als Antwort auf den entstandenen Vertrauensverlust u.a. tragfähige, international einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen, die einen gegenseitigen Verzicht auf Wirtschaftsspionage, die Ächtung von Cybersabotage sowie verbindliche Regeln zur Herausgabe von Daten beinhalten. Das in Deutschland vorhandene Know-how rund um Sicherheit und Datenschutz solle u.a. durch die standardmäßige Einrichtung von Lehrstühlen für Datensicherheit an ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und den Ausbau der Förderprogramme rund um IT-Sicherheit weiter gestärkt werden. Eine anonyme Meldemöglichkeit für IT-Sicherheitsvorfälle könne dabei helfen, ein umfassendes Lagebild zu erstellen und betroffene Unternehmen bei Gegenmaßnahmen zu unterstützen.

BITKOM bekräftigt in seinem Papier die Bedeutung eines starken Datenschutzes und die Notwendigkeit, baldmöglichst zu international einheitlichen Regeln zu kommen und die EU-Datenschutz-Grundverordnung zu verabschieden. Außerdem müsse die Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben international zuverlässig und sanktionsbewehrt sichergestellt werden.

Nicht zuletzt sollten Gesetze künftig nur noch dann verabschiedet werden, wenn sie keine negativen Auswirkungen auf die digitale Wirtschaft haben. Kempf: „Wir brauchen eine solche IT-Verträglichkeitsprüfung. In der Vergangenheit wurden negative Folgen von Gesetzesvorhaben für die digitale Wirtschaft oft zu spät erkannt, etwa bei der Streubesitz-Besteuerung für die Finanzierung von Tech-Start-ups.“

Eine Absage erteilt BITKOM Vorstellungen von einer vollständigen technologischen Unabhängigkeit oder einem staatlich initiierten „IT-Airbus“. „Was in der Luftfahrindustrie vor Jahrzehnten funktioniert hat, ist nicht auf die ITK-Branche zu übertragen“, so Kempf. „Die ITK-Branche ist etwa zehnmal so groß wie die Luftfahrt, um ein Vielfaches komplexer und sie entwickelt sich in extrem kurzen Innovationszyklen weiter. Kein Land der Welt kann dies mit einem staatlichen Programm abbilden.“ Es müsse deshalb darum gehen, Aufmerksamkeit und Mittel zu konzentrieren und in den entscheidenden Bereichen wie der IT-Sicherheit die Nase vorne zu haben.

Ein tolles Buch – nicht nur zum Lesen

Über das Wetter können Sie auch noch reden, wenn Sie tot sind.

60 Ideen für richtig gute Gespräche von Olivia Fane, erschienen bei Knaur

Über das WetterEs gibt Bücher, die liest man in einem Rutsch durch, weil sie so fesseln.
Und es gibt Bücher, die sind anfänglich zäh, wenn man aber durchhält,
dann werden sie noch richtig interessant. Von den ganz langweiligen
wollen wir hier nicht reden.

Das Buch von Oliva Fane lässt sich in keine der genannten Kategorien einordnen.

Es ist eines jener Bücher, die ich so liebe, weil man mit ihm mehr machen
kann, als nur lesen. Man arbeitet quasi mit ihnen. Nicht im eigentlichen
Sinne von Arbeit. Man muss keine Fragebögen ausfüllen oder gar
komplizierte Tests durchlaufen. Man erhält nach jedem Kapitel, die
übrigens allesamt recht kurz gehalten sind,  Denkanstöße.

Das hat mich sofort an Roger von Oechs Creative Whack Pack erinnert, wenngleich es vom Ansatz her anders aufgebaut ist.

 

Hier einige Beispiele der Denkanstöße zum besseren Verständnis:

  • Wenn Sie anderthalb Stunden in der Toilette eingesperrt wären, ohne etwas zu tun zu haben (Anmerk.: also ohne Handy) – worüber würden Sie nachdenken?
  • Hatten Sie den Wunsch, berühmt zu werden?
  • Flirten Sie?
  • Wenn Sie jemand anders sein müssten, wer wären Sie gern?

Die Themenbreite, die Olivia Fane bearbeitet reicht von Platon über Sex
bis Therapien. Mit wem Sie über was reden wollen, müssen Sie natürlich selbst entscheiden.

Für Unentschlossene vielleicht ein kleiner Tipp: Über Sex sollten Sie
vielleicht nicht unbedingt mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin reden.
Könnte es doch leicht zu Missverständnissen kommen.

Aber ganz egal mit wem Sie über was reden wollen, das Buch gibt Ihnen viele
Anregungen, die sicherlich auch Ihre Phantasie beflügeln wird. Und so
werden Sie im Handumdrehen eigene interessante Themen finden.

Lassen Sie sich überraschen!

Ria Hinken

E-Book, Knaur eBook
28.01.2014, 256 S.

ISBN: 978-3-426-42399-8
12,99
Hardcover (€14,99)

BRAIN-TUNING

BRAIN-TUNING: schneller, schlauer, konzentrierter 

presse-927von Siegfried Lehrl und Peter Sturm, Göttingen 2013

BusinessVillage Verlag

Dies ist kein Buch aus der Pharmaindustrie, die leistungssteigernde Pillen verkaufen möchte. Im Gegenteil werden auf rund 250 Seiten die Unterschiede zwischen „kristalliner und fluider Intelligenz“ herausgearbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Methode, wie die Fähigkeit zur Entwicklung von Lösungsstrategien ausgebildet und trainiert werden kann (fluide Intelligenz) im Gegensatz zu Gedächtnistrainings à la ZDF – Zahlen, Daten, Fakten- (kristalline Intelligenz).

Als ich aber im Vorwort von Siegfried Lehrl den Satz lese „Seit kurzem scheint alles Wichtige auf dem Gebiet der gesellschaftlich relevanten Hirnleistungen untersucht zu sein . . . . Es wird sich  . . . in den nächsten Jahren nicht mehr wesentlich ändern“, beschlich mich unweigerlich ein seltsames Gefühl. Ist es Hybris oder die Fähigkeit des Autors, in die Glaskugel schauen zu können und die wissenschafliche Erkenntnis auf diesem Gebiet für abgeschlossen zu erklären ?

Nun – ganz so „abgehoben“ geht es in dem Buch nicht weiter.

Die Autoren belegen ihre Methode anhand vieler internationaler Studien und streuen immer wieder kleine Übungen zur Praxisanwendung ein, die lohnend sind, um das Gesagte direkt auch anwenden und überprüfen zu können.

Beide sind seit Jahren aktiv und federführend in der „Internationalen Gesellschaft für Gehirntraining e.V.“ (GfG) tätig und forschen auf dem Gebiet des „Gehirnjoggings“, aus dem das „Mentale Aktivierungstraining“ (MAT) entwickelt wurde.

Ähnlich wie für die Muskulatur im Sport gilt auch im mentalen Bereich, dass die grauen Zellen ihre volle Kraft nur entfalten, wenn sie erst einmal aufgewärmt und angedehnt wurden, durch Spiele und Rätsel zum Beispiel. Erst wenn sie ihre Betriebstemperatur erreicht haben, vollbringen sie Höchstleistungen.

Eine genaue Anleitung dazu erfährt der Leser in Kapitel 7 und 8, wo die Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit in der SOMECO-Treppe beschrieben wird. (Somatic-MEntal-COmpetence).

Rundum eine gelungene Leistung der Diplom-Psychologen Dr. Siegfried Lehrl und Peter Sturm.

Empfehlenswert !

Hans – Josef Hinken