Digitale Verwaltung

Digital Administration zeigt praxisnahe Anwendungen

Die digitale Transformation ist für die öffentliche Verwaltung eine der herausfordernsten Aufgaben der Zukunft.

Dafür sind Digitalisierungsprozesse für den gesamten öffentlichen Bereich notwendig. Diese führen bei optimaler Umsetzung mittelfristg zu effizienterem Verwaltungshandeln sowie zu verbesserten Serviceleistungen für Bürger und Unternehmen.

kommune.digital mit Anwendungen zum Ausprobieren und Bildungsforum

Mach und Materna greifen Top-Themen der CEBIT auf Blockchain, Chatbots, KI und VR für Kommunen

mps public solutions leitet neue Ära des kommunalen Finanzwesens ein Neu: Public Administration Ticket für 50 Euro

#GenerationLochkarte trifft Digitalisierung

Das ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch im Personalwesen. Da gilt es vor allem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mitzunehmen, damit die digitale Transformation nicht auf der Strecke bleibt. Gerade Kommunen neigen dazu, diesen Aspekt zu vernachlässigen. Die Folgen sind aus der Vergangenheit hinlänglich bekannt. Man muss den Menschen die Angst nehmen, dass ihre Arbeitsplätze in Gefahr sind. Und die älteren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen ebenso am Veränderungsprozess teilhaben wie die jüngeren Kollegen und Kolleginnen.

#GenerationLochkarte trifft Digitalisierung, gilt auch für die öffentliche Verwaltung.

Das neue Konzept der CEBIT bietet für den öffentlichen Sektor im Bereich d!conomy in Halle 14 mit „Digital Administration“ eine neue, moderne Plattform. Hier werden Lösungen und Anwendungsbeispiele für eGovernment-Portale bis hin zu Best Practices für smarte Städte und Regionen gezeigt.

Premiere auf der CEBIT: kommune.digital mit Anwendungen zum Ausprobieren

Erstmals wird sich die GFKD AG (Gesellschaft für kommunale Digitalisierung AG) mit der Marke kommune.digital und dem kommune.digital.forum auf der CEBIT präsentieren. Dort stellt kommune.digital gemeinsam mit namhaften Partnern ganzheitliche Konzepte, innovative Entwicklungen und Lösungen vor, die den Besuchern eine digitale Kommune erleben lassen und Wege in die digitale Gesellschaft vor Augen führen. Mit mehr als 30 Vorträgen und Diskussionspanels werden Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft innovative Konzepte und Best Practices aufzeigen, mit deren Hilfe sich Kommunen nachhaltig für die digitale Zukunft aufstellen können. Im Fokus steht die Praxistauglichkeit für kommunale Anwender.

„Wir sind mit kommune.digital auf der CEBIT, weil sie uns in Halle 14 die perfekte Gelegenheit bietet, die Chancen der Digitalisierung in den Kommunen erlebbar zu machen. Wir freuen uns sehr, mit dem kommune.digital.forum auf rund 350 qm die Innovationen für den kommunalen Sektor in Deutschland zu präsentieren. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Menschen in den Kommunen, die Ihre digitale Zukunft selber gestalten möchten,“ betont Martin Schmiedel, Vorstand der GFKD.

Im Rahmen des CEBIT-Auftritts werden der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und kommune.digital gemeinsam am 15. Juni den Ideen-Pitch impulse.digital veranstalten. Gesucht und prämiert werden Ideen für den digitalen Wandel in Kommunen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Neu: kommune.digital.bildungsforum

Im kommune.digital.bildungsforum bietet kommune.digital gemeinsam mit dem Partner Experience Research & Consulting Workshops zur Weiterbildung für Fachbesucher, insbesondere aus dem öffentlichen und kommunalen Sektor, an. Die Teilnehmer erhalten digitale Impulse und entwickeln konkrete Lösungsansätze für ihre eigene Kommune.

Geplante Themen sind unter anderem Implementierungsstrategien von Blockchain-Prozessen, beratende und forschende Begleitung von Stadtentwicklungs-Projekten, Entwicklung und Evaluation von AI-Systemen sowie Unterstützung im Change-Management-Prozess. Das Bildungsforum findet in einem separaten Workshopraum im d!talk-Bereich der Halle 14 statt.

Intelligente Chatbots für Bürger und Verwaltung

Intelligente Chatbots entwickeln sich zunehmend zu einem wichtigen Baustein für die Digitalisierung. Mit einem Chatbot lassen sich über alle digitalen Kanäle automatisch Fragen von Bürgern und Unternehmen rund um Verwaltungsservices beantworten. Anwendungsfälle können allgemeine Informationen sein, Verwaltungsinformationen oder Verwaltungsprozesse wie beispielsweise Terminvereinbarungen, Wohnsitzummeldungen oder Wunschkennzeichen. Integriert in das Content-Management-System Government Site Builder oder das Formular-Management-System des Bundes (LIP) kann der intuitiv bedienbare GovBot sowohl redaktionelle Inhalte wie Artikel, Videos und Bilder verwenden als auch passende Informationen zu Anträgen von Bürgern und Firmen Iiefern.

Das Unternehmen Materna informiert über den Einsatz und die Einführung von Chatbots, die die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung vereinfachen. Im Angebot ist ein Komplettpaket für die Umsetzung von Chatbots: von Onboarding-Workshops über Dialogstrukturen und Content-Erstellung bis zu Technologieauswahl und Betriebsunterstützung. Materna kooperiert mit publicplan, dem Anbieter der Chatbot-Lösung GovBot, die speziell für den Einsatz in Behörden entwickelt wurde.

Fitness-Check für den digitalen Aufstieg

Die MACH AG befasst sich bei ihrem CEBIT-Auftritt mit der Frage, wie die öffentliche Verwaltung ihre Fitness für den digitalen Aufstieg steigern kann. Vorgestellt wird ein Fitness-Check. Dazu bietet die MACH AG so genannte Gipfel-Touren in den Camps „E-Verwaltung“, „E-Personal“ und „E-Finanzen“ an. Präsentiert werden kurze und schnelle Routen für Digitalisierungsprojekte in der öffentlichen Verwaltung, die sich durch ein intelligentes Datenmanagement für optimierte Prozesse auszeichnen. Außerdem erläutert die MACH AG, welchen Mehrwert Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Augmented oder Virtual Reality für öffentliche Einrichtungen bieten.

Am Dienstag, 12. Juni spricht der Vorstandsvorsitzende Rolf Sahre von 13 bis 14 Uhr bei einer Podiumsdiskussion auf der Expert Stage in Halle 14 über „Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung – mit der richtigen Strategie zu besseren Aussichten“. Am CEBIT-Donnerstag, 14. Juni wird der Technologie-Vorstand Sebastian Wenzky gemeinsam mit dem Vertriebsleiter DMS und E-Verwaltung Thorben Ehlers von 12.50 bis 13.10 Uhr einen Vortrag zum Thema „Verwaltung digitalisieren – Vision oder Wirklichkeit? Wie Sie mit smarter E-Verwaltung Papierberge abbauen“ halten.

Startschuss für neue Ära des kommunalen Finanzwesens

Die mps public solutions gmbh entwickelt derzeit eine Lösung, die es Kommunen, Unternehmen und Institutionen ermöglicht, künftig mit einem Finanzwesen zu arbeiten, das für jeden Bediener innovativer, einfacher und funktionaler ist. Bei der Entwicklung helfen Anwender, die ihre Ideen einbringen können.

Am 13. Juni um 11.30 Uhr startet mps public solutions den „Go-live K1“ auf dem Messestand J58 in Halle 14. „Das neue Messekonzept hat uns absolut überzeugt. So sehr, dass wir während der CEBIT 2018 mit dem Marktstart von K1 die neue Ära des kommunalen Finanzwesens einleiten werden“, erläutert Dr. Tino Wagner, Geschäftsführer von mps public solutions.

Neues CEBIT-Konzept kommt gut an

Auch der DATABUND wird sich mit seinen Mitgliedern erneut auf der CEBIT 2018 präsentieren. „Das neue CEBIT-Konzept hat uns durchaus überzeugt. Es bietet eine ideale Plattform für die digitale Verwaltung und öffnet neue Räume für Innovation und Kommunikation. Die neue CEBIT hat das Potenzial, ein in die Zukunft weisendes Forum auch für die Herausforderungen der Digitalisierung der Verwaltung und für das bundesdeutsche eGovernment zu werden“, sagt Detlef Sander, Vorstandsvorsitzender DATABUND – Verband der mittelständischen IT-Dienstleister und Softwarehersteller für den öffentlichen Sektor.

IT-Planungsrat zeigt nutzerfreundliche Bürgerservices

Bund und Länder werden auf einem gemeinsamen Stand des IT-Planungsrats 2018 auf der CEBIT in Hannover ihre Digitalisierungsprojekte vorstellen. Verwaltungsprofis und Digitalisierungsexpert/Innen von Bund und Ländern präsentieren aktuelle Entwicklungen im Bereich der digitalen Bürger- und Unternehmensservices. Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen werden in der Halle 14 ihre Lösungen auf eigenen Gemeinschaftsständen mit den Lösungsanbietern wie bspw. Alcatel-Lucent präsentieren.

Perfektes Umfeld für den CEBIT-Bereich „Digital Administration“

In Halle 14 beschäftigen sich auch mehrere Partner-Veranstaltungen mit der Digitalisierung von Kommunen: Sowohl bei den Kommunaltagen von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein als auch bei der offenen Sitzung des innovatorsclubs werden Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft die digitale Transformation in Kommunen diskutieren und Wege zu smarteren Städten aufzeigen.

Mit der unmittelbaren Nähe von „Digital Administration“ zu den Ausstellungsbereichen des „Digital Business“ ist eine optimale, besucherorientierte Lage gewährleistet, die Synergien zu den Bereichen Data Management & Digital Processes sowie Workspace 4.0 & Collaboration schafft.

Neu: Public Administration Ticket für Besucher aus dem öffentlichen Bereich

Für Mitarbeiter von Behörden und Verwaltungen gibt es eine spezielle Eintrittskarte für die CEBIT 2018 zum Vorzugspreis von 50 Euro. Das so genannte Public Administration Ticket ist ein Dauerticket. Es ist nur in Verbindung mit einem aktuellen Dienstausweis oder einer Bescheinigung des Abeitgebers zum Nachweis der Ermäßigungsberechtigung gültig.

Die Tickets können unter https://www.cebit.de/de/be-part-of-it/tickets/ bestellt werden.

Über die CEBIT

CEBIT 2018 – Business, Leads und Ideen. Der Dreiklang aus Messe, Konferenz und Networking-Event ermöglicht den 360-Grad-Blick auf die Digitalisierung von Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft. Auf der Messeplattform d!conomy finden IT-Professionals und Entscheider aus Unternehmen, öffentlichem Sektor und Handel alles, was für die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung notwendig ist. Beim Messeformat d!tec dreht sich alles um Entwickler; Startups zeigen disruptive Geschäftsmodelle und Forscher zeigen Technologien von morgen und übermorgen. Auf den Konferenz-Bühnen von d!talk sprechen Visionäre, Querdenker, Kreative und Experten aus aller Welt. Das emotionale Herzstück der CEBIT ist der d!campus mit Platz zum Netzwerken in Lounge-Atmosphäre, für Streetfood und Livemusik. Die CEBIT inszeniert Digitale Transformation neu – aber bei einem bleibt es: Es geht um Business und Leads, Leads, Leads! Die CEBIT 2018 startet am Montag, 11. Juni mit einem Konferenz- und Medientag, die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Juni. Die Messehallen sind von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der d!campus bis 23 Uhr. Der CEBIT-Freitag geht von 10 bis 17 Uhr. Mit den CEBIT Events Worldwide bietet die Deutsche Messe ihren Kunden weitere Plattformen zur Geschäftsanbahnung in Zukunftsmärkten wie China, Australien, Thailand und Spanien.

Unterstützung von IT-Startups in Baden-Württemberg

Förderzusage macht Bahn frei für das CyberLab BW

CyberForum: Unterstützung von IT-Startups in Baden-Württemberg wird auf nächstes Level gehoben

Karlsruhe/Stuttgart, 14. Juli 2017.
Durch die heute von Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut gegebene Förderzusage profitieren IT-Gründer in Baden-Württemberg von einer noch umfassenderen Unterstützung: mit dem CyberLab BW hat das CyberForum ein umfangreiches Programm entwickelt, in dem Startups intensiv betreut und gefördert werden. Den offiziellen Bewilligungsbescheid für das CyberLab BW erhielt das CyberForum anlässlich des „Startup-Gipfels“ in Stuttgart. Das Programm CyberLab BW ist am 01. Juli 2017 gestartet, das dazugehörende Gründerzentrum wird am 29. September in Karlsruhe eröffnet.
Sechs „Start-up BW Acceleratoren“ erhielten heute die Förderzusage vom Wirtschaftsministerium – unter ihnen das CyberLab BW, das damit das Gründerzentrum für IT-Startups für Baden-Württemberg in Karlsruhe wird. „Wir konzentrieren, professionalisieren und beschleunigen Gründungsprozesse von innovativen Startups mit hohem Potenzial. Das CyberLab wird mit unserer Accelerator-Förderung hier wichtige Impulse geben und Baden-Württemberg als Startup-Land weiter voranbringen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.
Das CyberLab mit Sitz in der Hoepfner-Burg war 2013 als Pilotprojekt mit einem Startup-Inkubator gestartet, aus dem heraus bereits rund 200 neue Arbeitsplätze entstanden sind. „Wir haben unseren Prototypen erfolgreich eingeführt; jetzt können wir endlich die Startups noch intensiver und individueller unterstützen“, so David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForum e.V.
Das räumliche Pendant zum CyberLab BW, das Gründerzentrum mit 1.600 m², wird derzeit fertiggestellt und am 29. September im Beisein von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut feierlich eröffnet.
Unterstützung für die ersten Schritte und die folgende „Beschleunigungsphase“
Das Programm CyberLab BW besteht aus einem Baukasten mit Qualifizierungsmodulen. Die ersten Module richten sich an Startups in der Experimentier- und Findungsphase und unterstützen diese durch sogenannte „Pre-Labs“, in denen Startups in Themenschwerpunkten – beispielsweise zum anvisierten Markt oder zu eingesetzten Technologien – an ihrem Gründungsvorhaben arbeiten. Unterstützt werden sie dabei von Mentoren, die selbst erfahrene Unternehmer aus dem Netzwerk des CyberForum sind. Einer Pre-Lab-Runde schließt sich im Erfolgsfall die Aufnahme in das CyberLab an.
Unterstützung durch Mentoren und interne Coaches
Im CyberLab erfahren die Gründer dann ein zwölfmonatiges „Beschleunigungsprogramm“, das die Startups auf den Markteintritt vorbereitet. Die Aufnahme erfolgt durch ein Board erfahrener Unternehmer und Investoren. Nach Aufnahme wird die Betreuung durch Mentoren intensiviert und individualisiert, zudem werden die Gründer durch interne Coaches, die selbst Gründungserfahrung haben, unterstützt. Darüber hinaus haben die Gründer im 40-köpfigen Team des CyberForum Ansprechpartner für Themen wie beispielsweise Marketing und Vertrieb, Human Resources, Förderprogramme, Internationalisierung und Netzwerk. Auch das Thema Finanzierung wird im CyberLab vertieft: Die Gründer erhalten Zugang zu Förderprojekten sowie zum Investorennetzwerk des CyberForum, in dem sich rund 50 Investoren und über 200 Gast-Investoren, unter ihnen mehrere Venture Capitalists, organisieren.
„Das Einmalige am CyberLab ist, dass dahinter das gesamte Netzwerk des CyberForum mit über 1.100 Mitgliedern aus der IT- und Hightech-Branche steht“, so David Hermanns, und ergänzt: „Dadurch können wir den Startups zahlreiche wichtige Kontakte vermitteln – zu potenziellen Geschäfts- und Forschungspartnern, Kunden, Investoren und zu Fachkräften. Viele unserer Startups kamen gezielt nach Karlsruhe, da wir hier mit 4.400 IT-Unternehmen und 9.000 Studierenden in IT-relevanten Studiengängen eines der führenden Ökosysteme der Digitalszene in Europa sind.“
Aufnahme ins CyberLab BW
Um die Aufnahme ins CyberLab BW bewerben können sich Startups aus dem Hightech-, IT-, Software- und Web-Umfeld, deren Geschäftsmodell ein überdurchschnittliches Potenzial aufweist. „Wir bieten insbesondere technologisch innovativen Gründungen eine sehr umfassende Unterstützung“, so Daniel Karszt, Leiter des CyberLab, und fügt hinzu: „Entscheidend ist für uns aber nicht nur der Innovationsgrad, sondern auch, dass das Gründerteam mit hohem Engagement bei der Sache ist und durch sein unternehmerisches Potenzial überzeugt.“
Interessierte Gründerteams können sich unter www.cyberlab-karlsruhe.de bewerben oder an Daniel Karszt schreiben, karszt@cyberforum.de

Number of Serious Software Vulnerabilities Has Increased

Number of Serious Software Vulnerabilities Has Increased in 2015, Hasso Plattner Institute says

Potsdam. In 2015 fewer software security vulnerabilities were reported worldwide than in the previous year. But at the same time the number of published vulnerabilities with a high level of severity has increased. According to an analysis performed by the German Hasso Plattner Institute (HPI), in the last twelve months alone at least 5,350 reports of software vulnerabilities have been registered or updated. In 2014 there were about 7,200 such vulnerabilities reported. The computer scientists’ overview shows that in comparison to the previous year there were more vulnerabilities with a high level of seriousness (i.e., about 2,000 in comparison to almost 1,800).

There were markedly fewer indications of so-called vulnerabilities of a medium degree of severity, with about 2,800 registered in 2015. In 2014 around 4,800 were registered. There was little change in the amount of information on software vulnerabilities with minor impact.

At the same time, the HPI database for IT attack analysis (https://hpi-vdb.de) registered approximately 7,000 new software products and 400 new manufacturers in the course of 2015. More than 73,100 pieces of information on vulnerabilities are stored, which report on nearly 180,000 affected software programs from at least 15,500 manufacturers.

“Computer users need to remain vigilant in regard to the security situation surrounding software,” said HPI director Prof. Christoph Meinel. Every possibility should be used to update operating systems, Internet browsers, and other software applications in order to eliminate vulnerabilities, the Potsdam computer scientist said.

In the HPI database, the essential and freely available information published in the Internet on software vulnerabilities and problems is integrated and combined. The classification of vulnerabilities by criticality is based on the free, open, and heavily used industry standard CVSS (Common Vulnerability Scoring System). “We are not able to make statements about how many unknown, or as yet undiscovered vulnerabilities are hidden in a software,” said institute director Meinel.

He pointed out that all Internet users can check their browser free of charge at the website https://hpi-vdb.de. Using self-diagnosis, users can check their browser for detectable vulnerabilities, which are often used to the advantage of cyber criminals to carry out attacks. The HPI system detects the browser version used — including common plugins — and displays a list of known vulnerabilities. Software for the display of web content is used most frequently by hackers for attacks. The user moves through the Internet with a browser and consequently provides a starting point for attacks. HPI plans an expansion of the self-diagnosis service to other installed software.

Profile of Hasso Plattner Institute

The Hasso Plattner Institute for Software Systems Engineering GmbH (HPI) (https://hpi.de) at the University of Potsdam is Germany’s university excellence center for IT-Systems Engineering. HPI is the only university institution in Germany offering the Bachelor’s and Master’s degree in “IT-Systems Engineering”— a practical and engineering-oriented alternative to conventional computer science studies. Current enrollment is at approximately 480 students. The HPI School of Design Thinking, Europe’s first innovation school for university students, is based on the Stanford model of the d.school. It offers 240 places annually for a supplementary course of study. There are a total of twelve HPI professors and over 50 guest professors, lecturers and contracted teachers at the Institute. HPI carries out research noted for its high standard of excellence in its ten topic areas. Research work is also conducted at the Potsdam HPI Research School for PhD candidates and at its branches in Cape Town, Haifa and Nanjing. HPI teaching and research focuses on the foundation and application of large-scale, highly complex and distributed IT systems. The development and exploration of user-driven innovations for all sectors of life is an additional area of importance. HPI always earns the highest positions in the CHE university ranking. Since September 2012, HPI has provided an interactive Internet learning platform – openhpi.de. Its free open online courses are available to everyone.

Mehr Innovation durch höheren Frauenanteil?

Studie unter Software-Entwicklern:

Sind Frauen innovativer?

Frauen und TechGerade noch diskutierten Angela Merkel und ihre hochrangigen Gäste auf dem G7-Gipfel über die Stärkung der Frau in Entwicklungsländern. Dabei gibt es  auch hierzulande Handlungsbedarf. So glaubt ein Drittel der deutschen Software-Entwickler, dass ein höherer Frauenanteil in IT-Berufen die Innovationskraft steigern würde. Gleichzeitig würden 65 Prozent der Befragten eine größere Diversität im Entwicklerteam sehr begrüßen. Doch wo muss angesetzt werden, um die Männerdomäne IT-Branche für Frauen attraktiver zu machen? Hier sind sich die Software-Entwickler einig: 78 Prozent glauben, dass Mädchen schon in der Schule in technischen Lernfeldern mehr gefördert werden müssten, damit sie später eine technische Berufswahl treffen könnten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter deutschen Software-Entwicklern, die im April und Mai 2015 von der Developer Week, eine der größten unabhängigen Entwicklerkonferenzen in Europa, durchgeführt wurde.

Software-Entwickler würden sich sehr freuen, wenn sich zukünftig mehr Frauen für eine Karriere in der IT-Branche entscheiden würden. In einer höheren Frauenquote sehen sie gleich mehrere Vorteile: So sind etwa 33 Prozent der Befragten der Meinung, dass ein Mehr an Frauen die Harmonie im Entwickler-Team verbessern würde, dicht gefolgt von der Erwartung, dass mehr Innovationen (32 Prozent) und intuitivere Benutzeroberflächen (30 Prozent) möglich seien. Auch vermutet jeder Vierte, dass Frauen die Effektivität in der Arbeitsgruppe steigern würden. Gefragt nach der Frauenquote im eigenen Unternehmen zeigt sich ein deutliches Bild: 72 Prozent der Entwickler gaben an, entweder gar keine weiblichen Kolleginnen zu haben oder höchstens zehn Prozent der Teamkollegen Frauen sind.
Die Ursachen der ungleichen Geschlechterverteilung in der IT-Branche sehen die Entwickler sowohl in der Gesellschaft selbst als auch im Bildungssystem. 78 Prozent sind der Meinung, dass eine gezielte technische Förderung von Mädchen bereits in der Schule stattfinden müsste. Auch sieht die Branche Handlungsbedarf bei der Information über Chancen und Berufsbild des Entwickler-Berufes. Immerhin 69 Prozent der Befragten glauben, dass auch gesellschaftliche Vorurteile schuld sind, warum Frauen sich nicht für den Beruf des Programmierers entscheiden: zum einen hätten Frauen Angst vor Technik oder trauten sich Software-Entwicklung nicht zu, zum anderen sei das Image der Programmiererin in der Gesellschaft eher unattraktiv.

„Der herrschende Fachkräftemangel in der IT-Branche ist zum Teil auch dem geringen Frauenanteil geschuldet“, erklärt Florian Bender, Projektleiter der Developer Week und Initiator der Studie. „Um diesem Problem Herr zu werden, ist eine gezielte Frühförderung von Mädchen unabdingbar“, fasst Florian Bender die Ergebnisse zusammen und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Jedenfalls bin ich sehr erleichtert, dass unsere Umfrage mit einem nicht gerade frauenfreundlichen Vorurteil aufgeräumt hat, denn nur fünf Prozent der Entwickler sagten, dass Frauen nicht die Fähigkeit zum Programmieren besäßen.“

Frauen, die sich über die IT-Branche und über das Berufsbild des Software-Programmierers informieren möchten, können vom 15.-17. Juni 2015 kostenlos die Messe der Developer Week im NCC der Messe Nürnberg besuchen. Der Messebesuch und der Zutritt zu den Maker Spaces ist kostenfrei, der Besuch der Konferenz kostenpflichtig.

Das Studiendokument mit allen Ergebnissen steht kostenlos zum Download zur Verfügung

Cybercrime kostet Unternehmen viel Geld

 Immer mehr Unternehmen werden Opfer von e-Crime

In den vergangenen zwei Jahren waren 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland von Computerkriminalität betroffen, so die Studie „e-Crime 2015“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaf KPMG. Die Mehrheit der Befragten schätzt das generelle Risiko eines deutschen Unternehmens, Opfer von e-Crime zu werden, als hoch oder sehr hoch ein. Ist ein Unternehmen zum Ziel von Cyberkriminellen geworden, wird es meist teuer. Die durchschnittliche Gesamtschadenssumme über alle Delikte hinweg beläuft sich demnach auf rund 371.000 Euro. Im Einzelfällen können aber auch schnell Schäden von über einer Million Euro auflaufen. Besonders kostenintensiv wird es mit um die 600.000 Euro pro Fall bei der Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen sowie der Verletzung von Urheberrechten.

In Freiburg gibt es in der nächsten Woche 3 Live-Hacking-Vorführungen. Diese richten sich zwar an Eltern, können aber gerade kleineren Unternehmen einen Einblick in die Gefahren sehr anschaulich vermitteln. Der Referent, Erwin Markowsky, bietet die Live-Hacking-Vorträge auch für Unternehmen an. http://www.8com.de/

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Schadenshöhe pro E-Crime-Fall bei Unternehmen in Deutschland.

Infografik: Cybercrime kommt Unternehmen teuer zu stehen | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Datenmissbrauch ist der Deutschen größte Angst

Wie passt die Angst vor Datenmissbrauch und eine Bewerbung per WhatsApp zusammen?

Sorgloser Umgang mit sozialen Netzwerken, die Nutzung von Diensten wie WhatsApp und die Angst vor Daten-Missbrauch ist ein Widerspruch, den viele Deutsche nicht sehen wollen. Auch E-Mail-Verschlüsselung ist kein Thema, das große Beachtung findet. Bedenken werden schnell zur Seite gelegt, wenn die kostenlose Nutzung irgendwelcher Online-Dienste angeboten wird. Doch dann ist sie urplötzlich wieder da: „Die German-Angst“. Das gilt allerdings nur für Befragungen. Im Alltag kümmern sich die Deutschen eher wenig um ihren persönlichen Datenschutz.

58 Prozent der deutschen Onliner machen sich Sorgen, dass jemand Ihre persönlichen Daten für kriminelle Zwecke nutzt. Nirgendwo in Europa fürchten sich die Menschen mehr vor Datenmissbrauch. Das geht aus einer Eurobarometer-Studie zum Thema Cyber-Security hervor. Wenn es um die Nutzung des Internets für Aktivitäten wie Online-Banking oder Online-Shopping geht, haben insgesamt 43 Prozent der europäischen Internetnutzer Bedenken, was die Verwendung ihrer Daten angeht. Am unbesorgtesten sind die Polen mit 25 Prozent.

Die Grafik bildet den Anteil der Internetnutzer in ausgewählten EU-Ländern ab, die besorgt sind, dass jemand Ihre persönlichen Daten missbraucht. Infografik: Deutsche fürchten sich besonders vor Datenmissbrauch | Statista

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Und hier nochmals zur Erinnerung die Beute der Datenklauer

1,2 Milliarden Kombinationen von Benutzername und Passwort und mehr als 500 Millionen E-Mail-Adressen sollen russische Cyberkriminelle laut dem US-Unternehmen Hold Security bei 420.000 Websites erbeutet haben. Die gewaltigen Dimensionen dieses Datendiebstahls werden beim Blick auf unsere heutige Grafik deutlich. So wurde beispielsweise in diesem Jahr bekannt, dass bei eBay 145 Millionen Datensätze entwendet wurden, einer der größten Zwischenfälle dieser Art.Infografik: Die Beute der Datendiebe | Statista

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Ria Hinken

 

USA weit ab auf Platz 1 der Top Ten Spam-Versender

24,2 % aller Spam-Mails wurden laut Angaben von Sophos im 2. Quartal 2014 von Bots aus den USA verschickt. An zweiter Stelle folgt Frankreich, dass für mit 6,7 Prozent des globalen Spam-Aufkommen verantwortlich ist. Die Top drei werden von China mit 6,2 Prozent beschlossen. Auch Deutschland findet sich in der Spam-Championsleague wieder: von Bot-Netzen infizierte Rechner verschickten zwischen April und Juni rund 3,6 Prozent aller weltweiten Spam-Mails.

Infografik: Die Top 10 der Spam-Versender | Statista

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Unkontrollierbare Sicherheitslücke durch USB-Sticks

Experten sprechen von einer „Katastrophe für den Datenschutz“

USB-Sticks sind ein unkontrollierbares Einfallstor für Hackerangriffe und Schadsoftware. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner heutigen Ausgabe (Das Erste, 21.45 Uhr).

Sendetermin

  • Monitor | 31.07.2014, 21.45 – 22.15 Uhr | Das Erste

Logo Monitor
© WDR

Das Magazin zeigt, wie IT-Experten mithilfe infizierter USB-Sticks ganze Rechner fernsteuern können, ohne dass Antivirenprogramme auch nur eine Chance haben, die Schadsoftware zu erkennen. In Deutschland sind fast 100 Millionen USB-Sticks im Umlauf.

Der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragter Thilo Weichert spricht von einer „Katastrophe für den Datenschutz“ und fordert insbesondere die IT-Industrie auf zu reagieren und beim USB-Standard dringend nachzubessern.

Die Experten um den Berliner IT-Spezialisten Karsten Nohl nutzten im Versuchsaufbau eine Schwachstelle im USB-System aus. Sie manipulierten nicht den eigentlichen Speicherchip des USB-Sticks sondern den eingebauten Prozessor (Microcontroller). Dadurch lässt sich dieser Angriff weder durch Antivirenprogrammen noch durch andere Software verhindern.

Sobald ein ahnungsloser Nutzer den USB-Stick in seinen Rechner steckt, können die IT-Spezialisten mit Hilfe einer virtuellen Tastatur Befehle ausführen. Damit können sie fast alle Daten des fremden Rechners auslesen, auch Passwörter und E-Mail-Inhalte oder andere Geräte wie die Webcam fernsteuern. Das Computer-Betriebssystem des fremden Rechners nimmt den Angriff nicht als Softwareattacke wahr, sondern glaubt, nur Tastenbefehle einer neuen Tastatur zu verarbeiten. So haben die Angreifer den selben Zugriff wie der Nutzer vor Ort.

Der Kryptologe und IT-Sicherheitsexperte Prof. Christof Paar von der Ruhr Universität Bochum spricht von einer „neuen Dimension“, da erstmals nicht der Speicherchip, sondern der eingebaute Prozessor eines USB-Sticks angegriffen wurde. Eine Gefahr, gegen die man sich nicht schützen kann. Denn um die Manipulation zu bemerken müsste man jeden einzelnen Stick im Labor aufwendig untersuchen, erklärte der Wissenschaftler gegenüber MONITOR.

Die Freiheit im Netz

Bewertungsportale müssen grundsätzlich keine Daten von Nutzern offenlegen

Nur gegenüber Behörden besteht im Einzelfall ein Auskunftsanspruch

Dies geht aus einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofes hervor (Urteil vom 1. Juli 2014, Az.: VI ZR 345/13).
In dem Verfahren hatte ein Arzt einen Auskunftsanspruch gegen ein Internetbewertungsportal wegen einer Bewertung geltend gemacht, um die Daten des „Urhebers“ zu erlangen. Einen solchen Anspruch gegenüber dem Betreiber des Internetportals verneinte das Gericht in seiner Entscheidung.

Grund dafür ist, dass das Gericht keine Rechtsgrundlage für einen solchen Auskunftsan- spruch ohne ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Person aus dem Telemediengesetz sieht und auch keine allgemeinen Rechtsgrundlage in anderen Gesetzen, die einen solchen Anspruch gegenüber einem Internetseitenbetreiber begründen könnten.

„Dieses Urteil verweist von Bewertungen betroffene Personen und Unternehmen auf die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen gegen ein Bewertungsportal selbst. Zwar ist für den Grundsatz der Anonymität des Internets das Urteil eine Bestätigung der Rechtslage. Für Betroffene ist ein Auskunftsanspruch ohne einen Umweg über staatliche Ermittlungsbehörden nicht durchsetzbar. Je nach Art und um Umfang einer Bewertung ist dies sicherlich keine für die Betroffenen befriedigende Lösung “ erklärt Rolf Albrecht, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Informationstechnologierecht von der Kanzlei volke2.0.

Über volke2.0:

volke2.0 ist seit mehr als 14 Jahren ausschließlich in den Bereichen Intellectual Property (Marken-, Wettbewerbs-, Patent- und Urheberrecht) und Informationstechnologierecht tätig. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Beratung der Schnittemenge der beiden Gebiete:

Intellectual Property and Information Technology. Die hochspezialisierten Fachanwälte betreuen national und international tätige E-Commerce / E-Business-Anbieter, EDV- und Software-Anbieter, Internet (Service) Provider, Werbe-/Marketingagenturen und Verlage. (www.volke2-0.de )

BITKOM legt IT-Strategie vor

Digitale Agenda

BITKOM legt IT-Strategie vor

  • 90 Maßnahmen für Wachstum, Infrastruktur und Sicherheit
  • Bedingungen für Start-ups müssen weiter verbessert werden
  • Gesetze sollen auf Folgen für die digitale Wirtschaft geprüft werden

Berlin, 27. März 2014 – Deutschland soll in den nächsten Jahren zum digitalen Wachstumsland Nr. 1 werden. Das ist das Ziel einer IT-Strategie, die der Hightech-Verband BITKOM vorgelegt hat. Kern der IT-Strategie ist ein Aktionsplan mit rund 90 Einzelmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Mobilisierung von Wachstumskapital für Start-ups, Investitionen in den weiteren Breitbandausbau, die Förderung von Industrie 4.0 sowie Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz. „BITKOM kann die Bundesregierung bei ihren ambitionierten Plänen für eine Digitale Agenda unterstützen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Branche hat Vorschläge erarbeitet, mit denen wir Bundesregierung und Bundestag Anregungen geben wollen.“ Ziel müsse sein, bis zum Sommer den Entwurf für die Digitale Agenda abzuschließen. Das BITKOM-Papier zur IT-Strategie wurde von mehr als 200 Experten entwickelt.

In seiner IT-Strategie benennt BITKOM drei große Handlungsfelder: die digitale Wirtschaft, Intelligente Netze sowie Vertrauen und Sicherheit. Kempf: „Es muss darum gehen, Deutschland als Anbieter von ITK-Lösungen weltweit zu einem Spitzenstandort zu machen, zu einem echten IT-Hotspot.“ Des Weiteren müssten Intelligente Netze in die Fläche gebracht und ein Höchstmaß an Vertrauen und Sicherheit geschaffen werden.

Um Deutschland zu einem führenden IT-Standort zu machen, schlägt BITKOM drei Maßnahmenblöcke vor: Erstens die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den IT-Mittelstand und Global Player, u.a. durch die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung sowie zweitens die dauerhafte Sicherung des Fachkräftebedarfs durch eine die Innovationspolitik unterstützende Bildungs- und Zuwanderungspolitik. Im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Fachkräftemangels schlägt der BITKOM u.a. vor, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern zur Unterstützung von Hochschulen und Schulen aufzuheben. Zunächst aber müsse der Aufbau eines Ökosystems rund um wachstumsstarke Tech-Startups vorangetrieben werden. Für eine Stärkung junger Unternehmen sollten u.a. private Investoren Verluste von Start-up-Beteiligungen in ihrer Einkommensteuer geltend machen dürfen und die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapitalfonds sollten verbessert werden. Des Weiteren müsste die Gründungsphase entbürokratisiert werden, u.a. indem junge Tech-Firmen für vier Jahre von Verwaltungsaufgaben wie statistischen Berichtspflichten und einer Reihe gesetzlicher Auflagen befreit würden. Schließlich müssten so genannte Hubs geschaffen werden, um Start-ups den Kontakt zur etablierten Industrie zu erleichtern. Die hervorragende Ausgangsbasis Deutschlands auf dem Weg in die digitalisierte und vernetzte Industrie 4.0 müsse genutzt und etwa durch die Bildung von Clustern oder das Entwickeln von Standards und Referenzarchitekturen weiter gefördert werden.

Basis der digitalen Infrastruktur als zweitem übergeordnetem Aktionsfeld ist aus BITKOM-Sicht der weitere Breitbandausbau. Dazu sollen Anreize geschaffen werden, um so viele private, eigenwirtschaftliche und wettbewerbsoffene Investitionen auszulösen wie möglich. Des Weiteren sollten rechtzeitig Frequenzen im 700 MHz-Band für eine störungsfreie Nutzung durch den Mobilfunk zur Verfügung gestellt werden. In diesem Sinne seien auch die Nutzungsrechte für 900 und 1800 MHz-Frequenzen zu verlängern. In Regionen, in denen ein marktgetriebener weiterer Ausbau nicht realisierbar ist, seien zusätzlich zu den Investitionen der Wirtschaft gezielte und technologieneutrale Fördermaßnahmen erforderlich. Diese müssten auf unterversorgte Gebiete beschränkt sein, in denen keine der verfügbaren Technologien einen wirtschaftlichen Ausbau ermögliche. Eine Entwertung bereits getätigter oder geplanter Investitionen dürfe dabei nicht stattfinden. Zudem müsse der Aufbau Intelligenter Netze in den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung, Gesundheit und Bildung vorangebracht und beschleunigt werden. Beispielhafte unterstützende Maßnahmen dazu sind etwa die Vernetzung bislang isoliert arbeitender Verkehrsmanagement-Zentralen, die Aufnahme telemedizinischer Leistungen in den Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen oder die Aufhebung bestehender Schriftformerfordernisse im Behördenverkehr.

Digitale Wirtschaft und Digitale Infrastrukturen benötigen aus BITKOM-Sicht mehr Sicherheit. Nicht zuletzt die Berichte über staatliche Abhörmaßnahmen sowie die zunehmende Kriminalität im Netz hätten die entstandenen Angriffsflächen deutlich gemacht und verlangten Maßnahmen. Der BITKOM fordert als Antwort auf den entstandenen Vertrauensverlust u.a. tragfähige, international einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen, die einen gegenseitigen Verzicht auf Wirtschaftsspionage, die Ächtung von Cybersabotage sowie verbindliche Regeln zur Herausgabe von Daten beinhalten. Das in Deutschland vorhandene Know-how rund um Sicherheit und Datenschutz solle u.a. durch die standardmäßige Einrichtung von Lehrstühlen für Datensicherheit an ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und den Ausbau der Förderprogramme rund um IT-Sicherheit weiter gestärkt werden. Eine anonyme Meldemöglichkeit für IT-Sicherheitsvorfälle könne dabei helfen, ein umfassendes Lagebild zu erstellen und betroffene Unternehmen bei Gegenmaßnahmen zu unterstützen.

BITKOM bekräftigt in seinem Papier die Bedeutung eines starken Datenschutzes und die Notwendigkeit, baldmöglichst zu international einheitlichen Regeln zu kommen und die EU-Datenschutz-Grundverordnung zu verabschieden. Außerdem müsse die Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben international zuverlässig und sanktionsbewehrt sichergestellt werden.

Nicht zuletzt sollten Gesetze künftig nur noch dann verabschiedet werden, wenn sie keine negativen Auswirkungen auf die digitale Wirtschaft haben. Kempf: „Wir brauchen eine solche IT-Verträglichkeitsprüfung. In der Vergangenheit wurden negative Folgen von Gesetzesvorhaben für die digitale Wirtschaft oft zu spät erkannt, etwa bei der Streubesitz-Besteuerung für die Finanzierung von Tech-Start-ups.“

Eine Absage erteilt BITKOM Vorstellungen von einer vollständigen technologischen Unabhängigkeit oder einem staatlich initiierten „IT-Airbus“. „Was in der Luftfahrindustrie vor Jahrzehnten funktioniert hat, ist nicht auf die ITK-Branche zu übertragen“, so Kempf. „Die ITK-Branche ist etwa zehnmal so groß wie die Luftfahrt, um ein Vielfaches komplexer und sie entwickelt sich in extrem kurzen Innovationszyklen weiter. Kein Land der Welt kann dies mit einem staatlichen Programm abbilden.“ Es müsse deshalb darum gehen, Aufmerksamkeit und Mittel zu konzentrieren und in den entscheidenden Bereichen wie der IT-Sicherheit die Nase vorne zu haben.