Eine Veranstaltung, die Mut macht – Vom Geflüchteten zum Mitarbeiter

Vom Geflüchteten zum Mitarbeiter –

Eine Informationsveranstaltung für Arbeitgeber in der Regio

Sozial- und Kulturbürgermeister Freiburg, Ulrich von Kirchbach Foto: © Hans Hinken
Sozial- und Kulturbürgermeister Freiburg, Ulrich von Kirchbach
Foto: © Hans Hinken

 

Das Interesse war bereits im Vorfeld groß. Obwohl viele interessierte Firmen aus Termingründen nicht teilnehmen konnten, füllten mehr als 60 Personen den Vortragssaal des Herder Verlages in Freiburg.

Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach, der die Grußworte der Stadt Freiburg ausrichten sollte, verspätete sich zwar, brachte dafür aber gute Nachrichten mit. Der Gemeinderat hatte der Errichtung der Landeserstaufnahmestelle zugestimmt.

Gerne laden wir Sie zu einer Follow-up Veranstaltung am Dienstag, den 24. Januar 2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr ein.
Dieser Termin steht im Einklang mit dem Credo des Informationsabends, wonach es gilt, gemeinsam zu lernen und gute Ansätze zu finden.  mail@hans-hinken.de

Fabio Debus, Gewinner des Start-up-Teens – Award 2016 mit der

App REFASCENT

REFascent
Fabio Debus, Foto: privat

refascentapp-comic-dNach der Begrüßung durch Tanja Martin, eine der Initiatoren, eröffnete Fabio Debus den Reigen der Referenten.

Seine App REFASCENT hat zum Ziel, Geflüchtete und Einheimische miteinander in Kontakt zu bringen. Damit diese Kommunikation gelingt, liefert die App gleichzeitig ein Übersetzungsprogramm in 26 Sprachen. Sie dient sowohl der Hilfe bei der Jobsuche, als auch bei der Integration ins soziale und kulturelle Leben.

Noch auf der Veranstaltung wurde Fabio Debus angeboten, seine App sowohl auf der Website der Stadt als auch auf Firmenwebsites zu präsentieren.

XING Gruppe „Jobsearch for Refugees“ von Ria und Hans Hinken

Ria Hinken Foto: © Hans Hinken
Ria Hinken
Foto: © Hans Hinken

Die Anbahnung von Geflüchteten ins Arbeitsverhältnis hat auch die XING Gruppe „Jobsearch for Refugees“ zum Ziel, die von Ria und Hans Hinken im September 2015 ins Leben gerufen wurde. Aktuell hat die Gruppe 132 Mitglieder. Darunter Geschäftsführer, Personaler und Unterstützer in Firmen.

In Kooperation mit Dennis Bauske vom „Bildungspartner für Südbaden“ und dem Goethe Institut Freiburg wurden Workshops für Geflüchtete durchgeführt, um ihre Präsenz im Netz zu erhöhen. Zur Zeit sind 30 Flüchtlinge registriert, die so direkt von Unternehmen kontaktiert werden können.

Bislang wurden 4 Geflüchtete vermittelt. Einer von ihnen ist der Elektronik-Ingenieur Abdulrahman Abdullah, der von Hans Hinken auf der Veranstaltung interviewt wurde. Er hat vor 2 Wochen sein Praktikum bei der „Ingenieurgruppe Freiburg GmbH“ begonnen und soll im nächsten Jahr eine Festanstellung erhalten.

An seiner Seite stand die ausgebildete, iranische Informatikerin Homa Taheranpoor, die einen Arbeitsplatz sucht. Beide machen große Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache und fühlen sich in ihrer neuen Heimat ausgesprochen wohl.

Rechtsanwältin für Arbeits- und Migrationsrecht Claudia Vogel

RA Claudai Vogel
RA Claudia Vogel wirft einen prüfenden Blick auf die Unterlagen
Foto: © Hans Hinken

Dass bei der Einstellung von Geflüchteten in hiesige Unternehmen auch der rechtliche Rahmen einzuhalten ist, darauf verwies in ihrem fundierten Vortrag die Rechtsanwältin für Arbeits- und Migrationsrecht Claudia Vogel. Sie betonte, dass selbst geduldete Flüchtlinge eine Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz hätten, wenn bestimmte Vorraussetzungen dafür erfüllt sind.

Nach ihrem Vortrag gab sie in Einzelgesprächen wertvolle Tipps und Hinweise an Geflüchtete und Unternehmensvertreter.                                                                          

Brückenfunktion zwischen Unternehmen und Flüchtlingen

durch Sandra Megahed, Integrationslotsin der Südwestmetall

Sandra Megahed
Sandra Megahed
Foto: © Hans Hinken

Der Informationsmarathon wurde fortgesetzt von der Integrationslotsin der Südwest-Metall-Gruppe, Sandra Megahed, die ausführlich von ihren Erfahrungen aus der Praxis berichtete, die sie bei der Vermittlung und Begleitung von Geflüchteten in der Region gesammelt hat.

Sie betonte die Wichtigkeit einer Brückenfunktion zwischen Unternehmen und Flüchtlingen und befürwortete ein Mentoring-Programm, das geeignete Mitarbeiter schult, um die arbeitstechnische und soziale Integration voran zu bringen. Sie verwies auf die „Politik der kleinen Schritte“ und benannte einige Best-Practice-Unternehmen.

Geflüchtete in Ausbildung bei Endress + Hauser

durch Jens Kröger, Leiter der Personalabteilung

Jens Kröger von Endres + Hauser Foto: © Hans Hinken
Jens Kröger von Endress + Hauser
Foto: © Hans Hinken

Einen weiteren Praxis-Beitrag lieferte der Leiter der Personalabteilung, Jens Kröger, als er die Situation der Geflüchteten in Ausbildung bei Endress + Hauser schilderte.

Sein Unternehmen habe 7 Praktikums- und 4 Ausbildungsplätze für Geflüchtete zusätzlich in diesem Jahr eingerichtet.

MindMap
MindMap
© Dr. Artur Hornung

Ein weiterer Schwerpunkt des Engagements gilt einer Gruppe, die nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das brachte ihm von den Anwesenden lautstarken Beifall ein.

Da das Erlernen der deutschen Sprache einen wesentlichen Schritt für die Integration darstellt, bietet sein Unternehmen am Standort Maulburg eine zusätzliche, individuelle Sprachförderung an. Hierfür konnten pensionierte Lehrkräfte gewonnen werden, die von Endress + Hauser bezahlt werden.

Geflüchtete auswählen, integrieren und entwickeln

durch Eva Peters und Tanja Martin von Allert + Martin

MindMap © Dr. Artur Hornung
MindMap
© Dr. Artur Hornung
Eva Peters von Allert + Martin Foto © Hans Hinken
Eva Peters von Allert + Martin
Foto © Hans Hinken

Den letzten Impulsvortrag zum Thema „Geflüchtete auswählen, integrieren und entwickeln“ gestalteten Eva Peters und Tanja Martin, die darauf verwiesen, dass bei der Kontaktaufnahme, Auswahl und Einarbeitung der Geflüchteten ihre individuelle Situation angemessen berücksichtigt werden muss.

Die Kooperation der zuständigen Institutionen und ihrer Mitarbeiter ist dabei unumgänglich, wenn alle gemeinsam die vielfältigen Mauern, die auch als Vorurteile in unseren Köpfen bestehen, abtragen helfen und so eine wesentliche Voraussetzung schaffen, damit Integration gelingen kann.

Bei seiner abschließenden Zusammenfassung verwies Hans Hinken auf die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz und Teamfähigkeit, die mit Mut, Offenheit und Respekt auf beiden Seiten gefördert werden muss, damit eine nachhaltige Integration Früchte tragen kann. Mentoring-Programme können dabei eine hilfreiche Einrichtung sein.

Hoher Wissensstand des Publikums bei anschließender, lebhafter Diskussion

Die anschließende, lebhafte Diskussion spiegelte den hohen Wissensstand des Publikums. Wichtige Informationen lieferte auch der Leiter der Agentur für Arbeit, Freiburg, Christian Ramm. Er verwies u. a. darauf, dass 23 seiner Mitarbeiter sich ausschließlich mit der Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen und der Beratung von Unternehmen beschäftigen.

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ des DIHK Berlin war durch ihren Mitarbeiter Constantin Bräunig vertreten, der aktuelle Zahlen beisteuerte.

Das starke Interesse an der Veranstaltung wurde durch persönliche Ansprache, aber vor allem durch eine starke Präsenz in den sozialen Netzwerken geweckt. Ria Hinken zeigte sich zufrieden, dass ihre Social Media Aktivitäten so zum Erfolg der Veranstaltung beitragen konnten.

Wenn Sie sich beteiligen wollen, finden Sie hier weitere Informationen. Auch für die „Folllow up Veranstaltung“ im Januar 2017

Facebook    Twitter

Der Herder Verlag rundete die Veranstaltung mit einem umfangreichen Büchertisch zum Thema ab.

Hier eine kleine Auswahl:

978-3-451-06933-8_2cmyk 978-3-451-37598-9_2cmykmuslim-girls-wer-sie-sind-wie-sie-leben-978-3-451-80312-3 ankommen-in-einer-gesellschaft-der-vielfalt-eine-querschnittsaufgabe-fuer-bildung-kultur-und-integration-978-3-451-33387-3 nationale-identitaet-und-integration-herausforderungen-an-politik-und-medien-in-frankreich-und-deutschland-14-konferenz-trialog-der-kulturen-978-3-45

ins-offene-deutschland-europa-und-die-fluechtlinge-978-3-451-34997-3

Friedvoller Schwertkampf für Eltern und Kinder

Friedvoller Schwertkampf

Hans Hinken in Aktion  Foto ©Miroslav Dakov
Hans Hinken in Aktion
Foto ©Miroslav Dakov

Beim friedvollen Schwertkampf begegnen sich Vater/
Mutter und Kind auf besondere Weise: Sie sind gleich-
wertige Partner, in einem neuen Spiel mit neuen Regeln.
Gerade vor dem Hintergrund, dass Eltern und Kinder
heute oft wenig Zeit für- und miteinander haben, ist der
friedvolle Schwertkampf eine intensive Begegnungsform
und Herausforderung für beide Seiten, sich gegenseitig
zu erfahren und neu zu entdecken. Wenn Emotionen ins
Spiel kommen, sind Eltern wie Kinder durch die Spiel-
regeln geschützt und experimentierfähig. Trainiert wird
mit Stock und Bokken, dem japanischen Holzschwert
(wird zur Verfügung gestellt). – Für Mütter/Väter mit Kin-
dern zwischen 8 und 12 Jahren.


Kurs-Nummer: 106.316
Sa, 26.11., 10.00-17.00 Uhr
VHS im Schwarzen Kloster, Theatersaal

Eltern – Kind – Samstag am 26.11.2016 bei der VHS Freiburg. Im Programm Seite 18  http://vhs-freiburg.de/fileadmin/user_upload/programmheft.pdf

Das sind die beliebtesten Fußballstars im Netz

Mesüt Özil führt die Liste der beliebtesten Fußballstars im Netz trotz verschossenem Elfmeter immer noch an.

Die ausgeprägte Fußball-Liebe der Deutschen zeigt sich auch in den sozialen Netzwerken. Profifußballer beherrschen das Ranking der deutschen Influencer. Das geht aus einer Erhebung der Strategieberatung LSP Digital hervor. Demnach verdienen acht von zehn der reichweitenstärksten Deutschen im Netz ihr Geld in den europäischen Top-Ligen. Am populärsten ist mit Abstand Mesut Özil, der über seine verschiedenen Social Media-Accounts rund 49 Millionen Follower erreicht. Beeindruckend ist auch das Reichweitenwachstum der Kicker: So hat sich die Fanbase von Sebastian Schweinsteiger in den letzten zwölf Monaten um 60 Prozent, die von Toni Kroos sogar um 63 Prozent vergrößert. Influencer und sozialen Medien sind mittlerweile so stark, dass sie sogar mit TV-Reichweiten von Spielen der deutschen Nationalelf in einer Liga spielen. Für die Untersuchung wurden die Kanäle Facebook, Youtube, Instagram und Twitter herangezogen. Stichtag für die Datenerhebung ist jeweils der 21. Juni.

Infografik: König(e) Fußball | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Flüchtlinge – Berufliche Qualifikationen einschätzen und anerkennen

Sie möchten eine Beitrag leisten zur Integration von Flüchtlingen? Oder liegt Ihnen bereits eine Bewerbung eines Flüchtlings vor und Sie wissen nicht, wie Sie die Qualifikation dieser Bewerberin bzw. dieses Bewerbers einschätzen sollen?

Antworten auf diese Fragen finden Sie im BQ-Portal. Wir bieten Informationen zu den Berufsbildungssystemen und Berufsqualifikationen der Flüchtlingsherkunftsländer, die Ihnen dabei helfen, sich selbst ein besseres Bild von den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen Ihrer Bewerberinnen und Bewerber zu machen.

Mithilfe unserer Ländersteckbriefe können Sie sich schnell und unkompliziert einen ersten Überblick zu den jeweiligen Flüchtlingsherkunftsländern verschaffen: Sie finden hier Informationen zum Bildungsstand in den Ländern, zur Zuwanderung nach und Integration in Deutschland, den wichtigsten Charakteristika der jeweiligen Berufsbildungssysteme sowie Erfahrungsberichte über die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen durch das Anerkennungsverfahren.

Syrien

Irak

Iran

Afghanistan

Pakistan

In unseren Länderprofilen erhalten Sie detaillierte Auskünfte über Aufbau, rechtliche Grundlagen und länderspezifische Besonderheiten des jeweiligen Bildungssystems. In den Berufsprofilen erfahren Sie wiederum die wichtigsten Inhalte der jeweiligen Berufsausbildung und Auskünfte zur Abschlussart, Ausbildungseinrichtung u.v.m.

Viele Flüchtlinge bringen bereits eine berufliche Ausbildung oder Berufserfahrung mit und sind hoch motiviert, sich hier in Beruf und Gesellschaft zu integrieren. Dabei haben sie verschiedene, individuell passende Möglichkeiten ihre beruflichen Qualifikationen in Deutschland feststellen und anerkennen zu lassen. Wie Sie als Unternehmen Flüchtlinge bei der Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen unterstützen und davon profitieren können, erfahren Sie in dieser übersichtlichen Grafik:

grafik_kmuKompetenzfeststellung und Anerkennung von beruflichen Qualifikationen bei Flüchtlingen: Möglichkeiten der Unterstützung und Vorteile für Unternehmen

Außerdem informieren wir Sie über das formale Anerkennungsverfahren für Fachkräfte mit ausländischem Berufsabschluss. Weiterhin können Sie sich mithilfe unserer Praxisbeispiele ein konkretes Bild davon machen, welchen Mehrwert das Anerkennungsverfahren für Sie als Unternehmen hat und wie Sie es unterstützen können.

Weiterführende Informationen zur Beschäftigung von Flüchtlingen

Auf der Webseite www.kofa.de/fluechtlinge finden Sie alle Informationen rund um die Themen Praktika, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung hilft Ihnen Chancen und Potenziale zu nutzen. Oft sind zunächst Sprachkurse und Qualifizierungen nötig. Doch Berichte aus der Praxis zeigen: Für Unternehmen und Flüchtlinge kann sich der gemeinsame Weg lohnen. Viele von diesen Praxisbeispielen finden Sie ebenfalls auf der Webseite

 

Zur Stärkung der dualen Ausbildung hat die Bundesregierung Ende 2014 mit Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit und der Länder gemeinsam die Allianz für Aus- und Weiterbildung ins Leben gerufen. Über eine neue Website bietet diese kompakt Informationen über zentrale Themenfelder und Maßnahmen, auch für Flüchtlinge, sowie über die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung.

 

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist eine Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium. Bereits 337 Unternehmen haben sich darin zusammengeschlossen. Das Netzwerk bietet seinen Mitgliedern: Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement; Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung; Gute Beispiele, Erfahrungsaustausch und Kooperationen

BroschüreInformationen rund um den Themenbereich Einstellung von Flüchtlingen finden Sie in dem Leitfaden „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“ vom DIHK. In 8 Kapiteln werden die Themen Aufenthaltsstatus und Aufenthaltsdauer, Beschäftigung, Ausbildung, Praktikum, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Sprachförderung, Integration vor Ort sowie Unterstützung der IHK-Organisation beleuchtet. Neben grundlegenden rechtlichen Informationen finden die Leser in dem Leitfaden praktische Tipps, Übersichtsgrafiken, weiterführende Infos und Ansprechpartner. Wichtige Begriffsdefinitionen sind ebenso enthalten wie die wesentlichen Rechtsgrundlagen, die für die Erstellung des Leitfadens herangezogen wurden.

 

Das Sportereignis 2016 in Frankreich live erleben

Das Sportereignis 2016 in Frankreich live erleben
Voyages-sncf.com bringt deutsche Fußballfans mitten ins Geschehen

Paris, 18. Mai 2016 – In wenigen Wochen beginnt das Sportereignis des Jahres. Deutsche Fußballfans, die ihr Team vor Ort unterstützen möchten, finden auf Voyages-sncf.com Züge zu allen Austragungsstädten. Das Besondere: bis zur letzten Minute sind Zugtickets erhältlich.

Das besondere Erlebnis: Mit dem Fan-Zug gemeinsam und stimmungsvoll zum Fußballspiel
Seit dem 19. Mai sind zusätzliche ICE/TGV Fantrains buchbar, mit denen Fußballfans am Spieltag gemeinsam von Frankfurt und Mannheim direkt zum Spiel fahren und am selben Tag via Nachtzug die Heimreise antreten. Ein Beispiel: Für das 2. Vorrundenspiel gegen Polen reisen die Fans um 10:53 ab Frankfurt, kommen pünktlich zum Spiel um 15:25 in Paris an und nehmen um 0:43 den Nachtzug zurück nach Frankfurt.

Nach Frankreich reisen und das deutsche Team anfeuern

Damit die Fußballfans auch innerhalb Frankreichs bequem zwischen den verschiedenen Spielstädten reisen können, werden in der Veranstaltungszeit zwischen dem 10. Juni und dem 10. Juli 1.100 zusätzliche Inlandszüge eingesetzt. Zudem sind 20 Stationen mit  gesonderter Beschilderung und zusätzlichem Personal ausgestattet, damit die Fans in den Austragungsstädten alle nötigen Informationen erhalten, sich problemlos orientieren und ganz dem Fußball widmen können (Paris Gare de Lyon, Austerlitz, Montparnasse, St. Lazare, Gare du Nord, Gare de l’Est, Flughafen Charles de Gaulle, Stade de France B und D, Lille Flandres und Europe, Lens, Lyon Part Dieu, Perrache und St. Exupéry, St. Etienne, Marseille, Nizza, Bordeaux und Toulouse).

Neben dem Schienenservice bietet die SNCF-Tochtergesellschaft OUIBUS die besten Busreise-Angebote. Alle Fahrten zwischen den Spielstädten sind buchbar über Voyages-sncf.com.

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Die Vorrunde beginnt am 10. Juni in Frankreich:

12/06: Deutschland–Ukraine (Lille)
16/06: Deutschland-Polen (Paris, St. Denis)
21/06: Nordirland-Deutschland (Paris, Parc des Princes)

So kommen Sie komfortabel nach Frankreich – einige Beispiele:
Mit dem Zug von Frankfurt Hbf. nach Paris in 3:49 Std.
Mit dem Zug von Frankfurt Hbf. nach Lyon in 5:55 Std.
Mit dem Zug von Frankfurt Hbf. nach Marseille in 7:45 Std.

Und wir wachsen doch – neue Bevölkerungsprognose

Neue IW-Bevölkerungsprognose

Im vergangenen Jahr kamen 1,1 Millionen Ausländer mehr nach Deutschland als fortzogen. Doch die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts berücksichtigt diese Rekordzuwanderung und die gestiegenen Flüchtlingszahlen nicht. Deshalb hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) eine neue Prognose erstellt: Anders als lange angenommen wächst die deutsche Bevölkerung in den kommenden 20 Jahren – und altert trotzdem.

Referenz für die Bevölkerungsentwicklung ist derzeit die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes aus dem Frühjahr 2015. Darin hatte es für 2015 eine Nettozuwanderung von 500.000 Menschen angenommen, tatsächlich kamen 1,1 Millionen. Zusätzlich dürften bis zu 400.000 nicht erfasste Flüchtlinge im Land leben, so viele Asylanträge waren Ende 2015 noch nicht entschieden.

Diese neuen Informationen ließen die IW-Forscher nun einfließen: Derzeit leben in Deutschland 81,9 Millionen Menschen, bis 2021 wird die Einwohnerzahl auf 83,9 Millionen steigen. Hauptursache ist die hohe Nettomigration – wobei von den zwei Millionen Einwanderern im Jahr 2015 nur etwas über die Hälfte Flüchtlinge waren. „Deutschland wird auch wegen seiner niedrigen Arbeitslosigkeit als Einwanderungsland immer attraktiver“, sagt IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös.

Ab 2028 wird die Einwohnerzahl wieder leicht sinken. Trotzdem sind es 2035 laut IW-Prognose 83,1 Millionen – etwa drei Millionen mehr als das Statistische Bundesamt in seiner nach wie vor geltenden Bevölkerungsvorausberechnung annimmt. „Diese gravierende Abweichung müssen Politiker und Entscheider berücksichtigen, wenn sie zum Beispiel Infrastrukturen planen oder über den Wohnungsbau und die Arbeitsmarktpolitik nachdenken“, empfiehlt Klös.

Woran die Zuwanderung allerdings nichts ändert: Deutschland altert. 2035 werden laut IW Köln fast 26 Prozent der Bevölkerung älter als 67 sein, heute sind es knapp 19 Prozent. „Ob mit oder ohne Flüchtlinge – das System der umlagefinanzierten Rentenversicherung, die Pflegeversicherung und der Arbeitsmarkt stehen immer stärker unter Druck“, sagt IW-Experte Philipp Deschermeier.

IW-Trends

Philipp Deschermeier: Einfluss der Zuwanderung auf die demografische Entwicklung in Deutschland

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Geht der Demografische Wandel flüchten?

Ein Einblick in die aktuelle Debatte zur Flüchtlings- und
Demografie-Frage

Das WISE Demografie Netzwerk (WDN) ist ein Zusammenschluss einiger deutscher Unternehmen und Organisationen mit der
Jacobs University Bremen, konzipiert und geleitet vom Gründungsdirektor Prof. Dr. Sven C. Voelpel.

Zweimal jährlich treffen sich seine Vertreter in unterschiedlichen Städten und tauschen sich aus über die neuesten Studienergebnisse

und Trends auf dem Gebiet der Erforschung des Alterungsprozesses in unserer Gesellschaft und seiner Implikationen auf den Arbeitsmarkt.

Thema des 18. WDN Treffens: „Ich war noch niemals in New Work“.

In diesem Jahr, am 23.03. 2016, lud Staatsrat Henning Lühr aus der Abteilung Finanzen in die Bremer Landesvertretung nach Berlin ein.

Das Thema des 18. WDN Treffens lautete:

„Ich war noch niemals in New Work“.

Dort hielt er einen zukunftweisenden Vortrag über

„Verwaltung 4.0 – Die Digitalisierung und ihre möglichen Auswirkungen“.

Henning Lühr forderte eine flexible Offenheit aller Beteiligten im Mindset, um die Chancen der technischen Möglichkeiten zu sehen und umzusetzen. Diese Entwicklung wird richtungweisende Auswirkungen auf die gesamte Arbeitswelt haben.

Zugleich stellt sich die Frage, ob denn der Demografische Wandel wirklich so gravierend ausfallen wird, wie prognostiziert, wenn man bedenkt, dass mit der Industrie 4.0 hunderttausende von Arbeitsplätzen – vorwiegend im Niedriglohn-Sektor – wegfallen werden. Wie wird der Bedarf in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen? Gibt es verlässliche Zahlen?

Bundesagentur für Arbeit mit erfolgreichem Diversity Management

Auch Frau Dr. Beatrix Behrens von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg ging dieser Frage nach und stellte in ihrem Vortrag

„ Erfolgreiches Diversity Management: Interkulturelle Öffnung und Inklusion“ fest, dass es für die Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt noch ein weiter Weg ist. Den ersten Schritt in diese Richtung unternimmt das BA, indem es 40 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zu sofort einrichtet. Wir sind gespannt auf die gemachten Erfahrungen und wünschen viel Erfolg!

Aktuelle Studienergebnisse auf dem 5. Berliner Demografie Forum

Aktuelle Studienergebnisse wurden auch am nächsten Tag auf dem

  1. Berliner Demografie Forum vorgestellt, als Frau Prof. Dr. Staudinger von der Columbia University, New York, ihre internationalen Kolleginnen und Kollegen vortragen ließ. Unisono lautete das Ergebnis:

Nicht das Alter ist entscheidend für die abnehmende Leistungsqualität bei den Arbeitsprozessen, sondern ihre eintönige, wenig herausfordernde Gestaltung. Verglichen wurden die „blue-collar workers“ mit überwiegend manueller Tätigkeit in der Industrie und die „white-collar workers“ mit vorwiegend mentaler Arbeit und Verwaltungsaufgaben in den Büros.

Waren die technischen und intellektuellen Herausforderungen groß, konnten ältere Mitarbeiter beider Berufsgruppen ihren jüngeren Kollegen durchaus Paroli bieten. Überwog die Monotonie bei der Tätigkeit, waren Leistungsunterschiede in den Altersgruppen fest zu stellen.

Mentorenprogramm für Flüchtlinge mit ehrenamtlichen Helfern

Am letzten Veranstaltungstag widmete sich ein Panel dem Thema „Flüchtlinge“. Neben Vertretern der beiden Kirchen bestach vor allem die junge Socialentrepreneurin Luisa Seiler von der Organisation „SINGA -Deutschland e.V.“ mit ihrem Engagement für die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt. Sie berichtete von einem Mentorenprogramm, das sie in Berlin mit ehrenamtlichen Helfern aufgesetzt hat, um Flüchtlinge dabei zu unterstützen, ihre Lebensläufe dem deutschen Arbeitsmarkt anzupassen und sich auf Interviews vorzubereiten, bis hin zur Durchsicht der Verträge vor Unterzeichnung.

Dabei ist die angestrebte Mentorenschaft keine Einbahnstrasse. Auch die Mentoren lernen von ihren Mentees („Schützlingen“) und erhalten Einblicke in ein anderes kulturelles Umfeld und Lebensbedingungen unter krisenhaften, bedrohlichen Situationen. Umfängliche Trainingsangebote werden den Mentoren ebenso angeboten wie eine direkte Hotline zum SINGA-Büro.

Nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit ( BA ) können nur knapp 10 % der Flüchtlinge – nach Sprachkurs, Praktikum und Arbeit auf Probe – auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden und sie benötigen vor Ort intensive Betreuung.

Welche Mitarbeiter-Gruppe kommt für diese Betreuungsaufgabe infrage?

Vermutlich zuvorderst die „Silver-Generation“.

Denn derjenige, der als Mentor die Zeit erübrigen kann, sich mit jungen Flüchtlingen zu beschäftigen, gehört in der Regel zur fortgeschrittenen Altersgruppe der 50 oder 60 + Beschäftigten und hat den „Broterwerb“ schon hinter sich. Oder er verfügt über so viel Seniorität, dass er Zeit und Gelegenheit hat, seine Erfahrungen vor Ort unterstützend weiter zu geben.

Somit haben wir es bei dieser Konstellation nicht nur mit einem Kulturen-Mix und seiner sprachlichen Herausforderung zu tun, sondern auch mit einem Generationen – Mix.

X, Y, Z… – der Altersmix als Chance?

Foto: Dr. Norbert Lehmann moderierte die drei thematisch gegliederten Podiumsdiskussionen. Fotos: Arbeitgeber Baden-Württemberg
Foto: Dr. Norbert Lehmann moderierte die drei thematisch gegliederten Podiumsdiskussionen. Fotos: Arbeitgeber Baden-Württemberg

Unter diesem Motto stand auch die Veranstaltung des Arbeitgeberverbandes Baden-Württemberg am 10.03.2016 in Stuttgart, die in Kooperation mit dem Bildungswerk der Industrie in der Sparkassen-Akademie stattfand.

„X, Y, Z… – der Altersmix als Chance?! – Strategisches Generationenmanagement in Organisationen“

Nach einem ausgesprochen informativen Impulsreferat von Prof. Dr. Benedikt Hackl, DHBW Ravensburg, führte der Moderator, Dr. Norbert Lehmann vom ZDF, kurzweilig und sehr gut aufs Thema vorbereitet, durch den Panel-Marathon.

Den abschließenden Ausblick auf die „New Work Arbeitswelt“ lieferte die einzige Frau des Tages auf dem Podium, Dr. Steffi Burkhart, die als Vertreterin der Generation Y mit unterhaltsamer Bild- und Körpersprache die Teilnehmer zu einigen OHs und AHs animierte.

Ihre Ausführungen aus eigener, leidvoller Angestellten-Praxis bei einem größeren Konzern mit „betagter Belegschaft“ evozierten zuweilen Kopfschütteln aber auch verständnisvolles Nicken bei den eher 50 + Teilnehmern.

Ihre Ausführungen machten deutlich, wie notwendig die Vorbereitung auf einen produktiv zu führenden Generationen-Dialog ist und eine wertschätzende, respektvolle Kommunikation dabei unabdingbar ist.

1. Zukunftskongress „Migration und Integration“ in Berlin

Das Plenum mit Dr. Johannes Ludewig Dr. h.c. Frank-J Weise zur aktuellen Lage
Das Plenum mit Dr. Johannes Ludewig
Dr. h.c. Frank-J Weise zur aktuellen Lage

Brandaktuelle Daten und Fakten gab es auf dem 1. Zukunftskongress „Migration und Integration“ im Bundespressehaus der Bundesregierung in Berlin am 16.03. 2016.

Eröffnet wurde diese von mehr als 650 Teilnehmern besuchte Veranstaltung durch Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern.

In den anschließenden Impulsvorträgen wurden kritische Positionen – vor allem von der Professorin für Integrationsforschung der Humboldt Universität, Frau Naika Foroutan – vorgetragen. Die Aussage aus dem Bundesfinanzministerium allerdings erzeugte unlaubwürdiges Erstaunen, dass die Flüchtlingsherausforderung nicht am Geld scheitern würde. Sie sei ohne Steuererhöhungen bezahlbar, so Staatssekretär Werner Gatzer. Das erinnerte irgendwie an die Aussagen nach der Wiedervereinigung Deutschlands.

Zur aktuellen Lage beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Besondere Programmhighlights bildeten zwei 90-minütige Sessions: Das Plenum mit Dr. Frank-J Weise zur aktuellen Lage beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit. In einem anschließenden „Kreuzverhör“ mit Dr. Johannes Ludewig, Beiratsvorsitzender vom Veranstalter Wegweiser, beantwortete er Fragen, die insbesondere von Vertretern aus Kommunen gestellt wurden.

Der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Peter Altmaier hielt eine engagierte, z.T. sehr emotionale Rede und diskutierte am späten Nachmittag mit Dr. Klaus von Dohnanyi die großen politischen Linien rund um die Flüchtlingsfrage. Auch hier blieben einige Fragen offen.

Dr. Klaus von Dohnanyi und Foto: Hans-J. Hinken
Dr. Klaus von Dohnanyi (links im Bild) und Peter Altmaier
Foto: Hans-J. Hinken

Da das Interesse an diesem Kongress unerwartet hoch war und das Thema so brisant wie selten, beschlossen die Veranstalter von Wegweiser, in Person des agilen Geschäftsführers Oliver Lorenz, einen 2. Kongress noch in diesem Jahr zu organisieren. Diesmal über 2 Tage.

Er findet vom 20. bis 21. 09. 2016 am gleichen Ort in Berlin statt.

Hans J Hinken

 

Studierende deutschsprachiger Universitäten verhandeln um die Wette

Battle of Universities – Studierende deutschsprachiger Universitäten verhandeln um die Wette

Universitäten Hohenheim und Potsdam rufen Verhandlungswettbewerb vom 18. – 29. April 2016 aus / Bewerbung ab sofort
Wer gut verhandeln kann, schlägt aus vielen Situationen Vorteile heraus. Die Universitäten Hohenheim und Potsdam laden deshalb Studierende aller Fachrichtungen bei dem Battle of Universities an den Verhandlungstisch. Zwischen dem 18. und dem 22. April 2016 treten die Teilnehmenden je 60 Minuten online gegeneinander an. Die zehn Besten reisen am 29. April zum Finale nach Potsdam. Zu gewinnen gibt es Preisgelder im Wert von 1000 Euro und ein Zertifikat der Negotiation Academy Potsdam, die auch eine Außenstelle an der Universität Hohenheim in Stuttgart hat. Anders als in den vergangenen Jahren treten die Studierenden dieses Mal nicht im Zweierteam sondern allein an. Anmeldung bis 13. April 2016 unter www.battle-of-universities.de

Ein Student möchte umziehen, ist sich mit seinem Nachmieter aber noch nicht einig: Wer zahlt ab wann die Miete? Wer streicht die Wohnung? Welche Möbel werden übernommen, und welche Abnahmesumme soll dafür gezahlt werden? Um diese konkrete Alltagssituation geht es in der ersten Runde des Wettstreits, die online ausgefochten wird.

Zwischen dem 16. März und 13. April 2016 melden sich die Teilnehmenden auf der Wettbewerbs-Homepage an. Hier können die Zeitslots, in denen sich die Studierenden zwischen dem 18. und 22. April 2016 im Chat einem Gegner stellen, selbstständig gewählt werden. Die Unterlagen zur Verhandlungssimulation werden vorher zugesandt. So können sich auch Studierende aus nicht-wirtschaftlichen Studiengängen in die Thematik einarbeiten.

Der Sieger wird nicht von einer Jury ermittelt, sondern anhand der Ergebnisse, erklärt Mitveranstalter Prof. Dr. Voeth, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Business Development an der Universität Hohenheim und Direktor des Hohenheimer Standorts der Negotiation Academy Potsdam: „Während der nicht-öffentlichen Verhandlung wird alles im Chat protokolliert und das Ergebnis in einem Vertrag festgehalten. Wer am Ende finanziell besser dasteht, hat gewonnen.“ Auch im Finale, das am 29. April in Potsdam stattfindet, zählt nur das Ergebnis der Verhandlung, nicht aber rhetorische Tricks und schöne Worte.

„In der Wirtschaft, aber auch in vielen anderen Bereichen, kann eine gut geführte Verhandlung den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen“, sagt Prof. Dr. Uta Herbst von der Universität Potsdam. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Marketing II organisiert den Verhandlungswettbewerb bereits zum vierten Mal, gemeinsam mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität Hohenheim. Beide gründeten 2013 die Negotiation Academy Potsdam, die seit diesem Jahr einen zweiten Standort an der Universität Hohenheim hat.

Bislang ist Verhandlungsführung an den wenigsten deutschen Hochschulen ein Teil des Curriculums. In einer aktuellen Studie, die Prof. Dr. Herbst und Prof. Dr. Voeth im Harvard Business Manager veröffentlicht haben, gaben 70 Prozent der 342 befragten Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen an, dass sie das Verhandeln nicht im Studium oder der Ausbildung gelernt haben, sondern sich „on the job“ aneignen mussten. 79 Prozent waren der Meinung, dass sich eine Beschäftigung mit der Thematik zu Studienzeiten für sie gelohnt hätte.

Links:

Informationen zum Battle of Universities: http://www.battle-of-universities.de/

Kreativität kommt nicht im Schlaf

Schlaf fördert das Gedächtnis, aber nicht die Kreativität beim Lösen von Problemen

 

Kreativtage in Bad Reichenhall 2014
Aufgenommen bei den Kreativtagen in Bad Reichenhall 2014

Studie gibt Hinweis auf grundlegende Funktion des Schlafs / Publikation im Fachjournal Sleep

Wer schläft, stärkt dabei zwar das Gedächtnis, nicht aber das kreative Denken. Das zeigen Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Freiburg in einer Studie, die am 1. März 2016 im Fachjournal Sleep veröffentlicht wurde. Sie untersuchten bei Probanden, ob im Schlaf Erinnerungen nur gefestigt oder auch mit anderen Gedächtnisinhalten neu vernetzt werden. Letzteres gilt als Voraussetzung für kreatives Denken. Im Experiment zeigten Probanden mit Nachtschlaf zwar das beste Erinnerungsvermögen. Erstaunlicherweise war aber die Gruppe mit Schlafentzug sogar etwas kreativer als die ‚Schläfer‘. Die Studie widerlegt damit die Annahme, dass kreative Prozesse im Schlaf besonders intensiv ablaufen. Das spricht  dafür, dass Gedächtnisfestigung und Neuorganisation von Erinnerungen unabhängige Prozesse sind, bei denen die Gedächtnisstärkung im Schlaf Vorrang hat.

Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Christoph Nissen, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg, untersuchten bei insgesamt 60 Probanden, wie kreativ sie beim Lösen von Aufgaben waren. Dies geschah mit einem etablierten Assoziationstest, da assoziatives Denken eine wesentliche Grundlage für kreative Prozesse ist. In 60 Durchgängen sollten sie zu drei vorgegebenen Begriffen (etwa „Flocke – Eule – Besen“) ein Lösungswort finden, das jedes der drei Wörter sinnvoll ergänzt („Schnee“). Direkt nach der Antwort erfuhren die Testpersonen, ob diese korrekt war oder nicht. Das erlaubte den Probanden, die Antworten in der Folge zu speichern und zu verarbeiten. Eine Gruppe führte den Test abends durch und schlief danach im Schlaflabor. Die zweite Gruppe führte den Test ebenfalls abends durch, durfte aber bis zum nächsten Morgen nicht schlafen. Eine dritte Gruppe machte den Test morgens und verbrachte dann einen normalen Tag. Nach acht Stunden wiederholten alle Probanden den Test. Anteil und Geschwindigkeit der wiederholt richtigen Antworten galten als Maß für die Gedächtnisleistung. Die Zahl und Geschwindigkeit der im zweiten Durchgang erstmals richtigen Antworten wurden als Maß für assoziatives und kreatives Denken gewertet.

Gedächtnis-Festigung statt Gedächtnis-Neuordnung

Wie vermutet erinnerten sich die ‚Schläfer‘ im zweiten Durchgang am besten und am schnellsten an die acht Stunden zuvor gegebenen richtigen Antworten. Sie waren aber nicht besser darin, für bislang ungelöste Begriffe korrekte Antworten zu finden. „Unsere Studie zeigt klar: die kreative Verarbeitung von Informationen ist im Schlaf nicht stärker als im Wachzustand“, sagt Prof. Nissen. Tatsächlich fanden die Nachtaktiven sogar etwas schneller neue, richtige Antworten als die anderen beiden Gruppen. „Unabhängig davon hilft es natürlich, ausgeschlafen zu sein, um wieder neu leistungsfähig zu sein“, stellt Prof. Nissen klar.

Die nun veröffentlichten Erkenntnisse widersprechen  einer Reihe bisheriger Studien, die eine kreative Neuorganisation von Informationen im Schlaf gefunden hatten. Während bislang meist recht einfache Denkvorgänge untersucht wurden, gilt aber assoziatives Denken als höchste Form des kreativen Denkens. „Vermutlich hat Schlaf umso weniger Einfluss auf die kreative Verarbeitung von Informationen, je komplexer die Aufgabe ist“, sagt Prof. Nissen.

Kreatives Denken als Nebenprodukt?

Die Studie gibt damit auch wichtige Hinweise auf die grundsätzliche Funktion von Schlaf. „Aus evolutionärer Sicht dürfte entscheidend sein, dass Erinnerungen im Schlaf gefestigt werden und weniger, dass unterschiedliche Inhalte neu vernetzt werden“, sagt Prof. Nissen. Weitere Studien sollen nun die klinische Bedeutung der Ergebnisse, etwa für die Psychotherapie, erforschen.

Originaltitel der Arbeit: Sleep Strengthens but does Not Reorganize Memory Traces in a Verbal Creativity Task

Link zur Studie: www.journalsleep.org/ViewAbstract.aspx?pid=30497

Digitale Begriffe sind für Viele Neuland

Fast jeder weiß, was eine Internetseite ist oder was es mit einem Sozialen Netzwerk auf sich hat. Viele andere digitale Begriffe können die Deutschen dagegen nicht erklären, wie der D21-Digital-Index 2015 zeigt. Während noch fast jeder Zweite etwas mit dem Begriff Cloud anfangen kann, sind Schlagworte wie Shared Economy, Internet der Dinge oder Big Data für das Gros der Bevölkerung Neuland. Hier zeigt sich, dass die digitale Kompetenz der Bürger und ihr Wissen zu digitalen Themen noch ausbaufähig sind.

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