Nordlichter


Es ist das erste Mal, dass diesem Thema in Europa eine eigene Ausstellung gewidmet wird

  Edvard Munch, Zugrauch, 1900

Öl auf Leinwand, 84,5 x 109 cm
Munchmuseet, Oslo
Foto: Munchmuseet/Halvor Bjørngård
Edvard Munch, Zugrauch, 1900
Öl auf Leinwand, 84,5 x 109 cm
Munchmuseet, Oslo
Foto: Munchmuseet/Halvor Bjørngård

Die Ausstellung ist nicht chronologisch angeordnet, sondern widmet sich den einzelnen Künstlern und deren einzigartigen Ansätzen zur Darstellung der Natur. Künstler wie Helmi Biese, Akseli Gallen-Kallela und Anna Boberg haben innovative Perspektiven gewählt, um die Weite der Landschaften darzustellen. So werden gleich 3 Perspektiven in „Der Mantykoski-Wasserfall“ vom finnischen MalerAkseli Gallen-Kallela wiedergegeben.

Die nordische Malerei erlebte zwischen 1870 und 1920 eine Blütezeit, beeinflusst von internationalen Strömungen und der Suche nach künstlerischer Freiheit. Die Werke sind geprägt von leuchtenden Farben und expressiven Pinselstrichen, die die extremen Lichtverhältnisse der Region einfangen.

Zusätzlich wird die Rolle des Buffalo AKG Art Museum hervorgehoben, das 1913 eine bedeutende Ausstellung zeitgenössischer skandinavischer Kunst zeigte und damit die Entwicklung der modernen Malerei in Kanada beeinflusste.

Die Ausstellung «Nordlichter» erweitert die Perspektive der modernen Landschaftsmalerei und reflektiert die nationale Identität und kulturelle Verbundenheit der nordischen Länder. Begleitend zur Ausstellung wird die digitale Installation «Boreal Dreams» des dänischen Künstlers Jakob Kudsk Steensen gezeigt, die sich mit den Auswirkungen der Klimakrise auf das boreale Ökosystem auseinandersetzt.

Ein umfangreicher Katalog, herausgegeben von Ulf Küster, ergänzt die Ausstellung und bietet tiefere Einblicke in die Werke und deren Kontext. Veranstaltungen im Rahmenprogramm der Ausstellung beinhalten u.a. Morgenmeditationen zu Themen der Ausstellung, die noch bis zum 25.5.2025 zu besuchen ist.


Rahmenprogramm «Nordlichter» Veranstaltungen

Sommerausstellung 2024 in der Fondation Beyeler

Muliperspektivisches Sehen

Erstmals in der über 25-jährigen Geschichte der Fondation Beyeler werden das gesamte Museum und der umliegende Park zum Schauplatz einer experimentellen Ausstellung zeitgenössischer Kunst.

Räume werden zu Nicht-Räumen, Grünflächen zu Gewächshäusern, Parks zu Wolkenformationen, Restaurants zu Kassenhäuschen, Waschmaschinen zu gigantischen Orgs – der Umdeutung sind weder Grenzen noch Begrenzungen gesetzt.

Federico Campagna & Frida Escobedo, A library as big as a world, 2023, Courtesy of the artists Foto: Hans J Hinken
Federico Campagna & Frida Escobedo, A library as big as a world, 2023, Courtesy of the artists Foto: Hans J Hinken

Alle Betrachter*innen sind eingeladen, ihre Sehgewohnheiten an der Garderobe abzugeben und sich auf eine neue, multiperspektivische Weltsicht einzulassen.

Adrián Villar Rojas, The End of Imagination VI, 2024, live simulations of active digital 
ecologies, and layered composites of organic, inorganic, human and machine-made matter, 
courtesy the artist  © Adrián Villar Rojas
Adrián Villar Rojas, The End of Imagination VI, 2024, live simulations of active digital
ecologies, and layered composites of organic, inorganic, human and machine-made matter,
courtesy the artist  © Adrián Villar Rojas

Die von der Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit der LUMA Stiftung von Maja Hoffmann organisierte Ausstellung vereint die Werke von 30 Mitwirkenden unterschiedlicher Herkunft und Disziplinen wie Malerei, Geisteswissenschaft, Bibliothekswesen, Fotographie, Gesang, Schauspiel, Restauration, Ausstellungsdesign, Tanz und Kunsttransporten.

Foto:Hans J Hinken
Foto:Hans J Hinken

Da die Ausstellung als ein lebender Organismus konzipiert ist, der sich verändert und transformiert, hat eine wachsende Anzahl von Mitwirkenden ihre Gedanken zu jeder Phase der Ausstellungsgestaltung eingebracht, von der Konzeption und Ausarbeitung über die Produktion bis hin zur Gestaltung und Präsentation.

Konzipiert von Sam Keller, Mouna Mekouar, Isabela Mora, Hans Ulrich Obrist, Precious Okoyomon, Philippe Parreno und Tino Sehgal in enger Zusammenarbeit mit den Mitwirkenden – aber leider nicht mit den Besuchenden.

Denn auch die Betrachtenden greifen durch aktive Wahrnehmung in das Ausstellungssystem ein und verändern es permanent. Sie sind die eigentlichen Transformatoren durch Perspektiv- und Tempowechsel, indem sie sich einlassen auf Überraschungen der besonderen Art.

Gelegenheit dazu besteht täglich bis zum 19. August 2024 in den Parks und Räumen/Nicht-Räumen der Fondation Beyeler, Riehen bei Basel, Schweiz.

Nette Geste zu Ostern: Kostenfreie Kinder-Audioguides in der Fondation Beyeler

 Als kleine Überraschung zum bevorstehenden Osterfest bietet die Fondation Beyeler ab sofort kostenfrei die Audioguides für Kinder zur Ausstellung „Paul Gauguin“.

Impression vom Familientag „Peter Doig“, Infodesk der Fondation Beyeler, Foto: Mathias Mangold
Impression vom Familientag „Peter Doig“, Infodesk der Fondation Beyeler, Foto: Mathias Mangold

Erstmalig realisierte das Museum in Riehen/Basel anlässlich der Ausstellung „Paul Gauguin“ Audioguides für Kinder. Die Kinder-Audioguides sind ab sofort kostenlos, sie können beim Ausstellungsbesuch am Infodesk abgeholt werden. Die Kinder-Audioguides wurden für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren produziert und sind in deutscher Sprache verfügbar. Der kindergerechte Rundgang durch die Ausstellung dauert mit dem Audioguide ca. 30 Minuten.

Der Audioguide für Kinder startet mit Gauguins berühmtem Selbstbildnis mit Palette, (um 1893/94). Er besteht aus einem kurzen Einführungstext zum Künstler und seiner Geschichte und beleuchtet auf informative und altersgerechte Weise acht weitere Meisterwerke aus der Ausstellung. So lernen Kinder Gauguins eigenwilligen, revolutionären Umgang mit Farbe kennen, werden mit einigen seiner Werke aus verschiedenen Epochen und Gegenden, wie der Bretagne, Tahiti oder den Marquesas-Inseln bekannt gemacht oder erhalten Informationen über die Rolle der Tiere in den Gemälden des Künstlers. Der Kinder-Audioguide wurde von iart in Absprache und in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler realisiert.

Die Fondation Beyeler wendet sich mit ihren temporären Ausstellungen, den Sammlungspräsentationen und dem Begleitprogramm zu den Ausstellungen an ein breites Publikum und will insbesondere auch das Interesse von Kindern und jungen Menschen für die Kunst wecken. Dies war den Gründern, dem Basler Kunstsammlerpaar Ernst und Hildy Beyeler, ein besonderes Anliegen, das das Museum kontinuierlich verfolgt.

Demnächst wird auch der Familientag zur Ausstellung „Paul Gauguin“ stattfinden: Am Sonntag, 10. Mai 2015, werden Workshops, kinder- und jugendgerechte Führungen in mehreren Sprachen und Museumsspiele für die ganze Familie angeboten.

Die Produktion des Kinder-Audioguides wurde durch die Freunde der Fondation Beyeler grosszügig unterstützt, insbesondere durch: Martin Bisang und Mirjam Staub-Bisang, Jürg und Catherine Geigy, Gustav E. und Annetta Grisard, Alfred und Mamuka Bliadze Kornfeld, Rudolf und Valeria Maag.