18.4. – 23.8.2026, Kunstmuseum Basel | Neubau
Kuratorin: Anita Haldemann
Als wegweisende Künstlerin des abstrakten Expressionismus nimmt Helen
Frankenthaler (1928–2011) als Frau eine zentrale Stellung in der US-amerikanischen
Nachkriegskunst ein. Mit ihrer Soak-Stain-Technik revolutionierte sie die abstrakte
Malerei und gab den entscheidenden Impuls für die Entwicklung der Farbfeldmalerei ab
Mitte der 1950er Jahre in den USA.

Anita Haldemann, Kuratorin / Dr. Lise Motherwell, Stieftochter Frankenthalers / Elizabeth Smith, Direktorin H.Frankenthaler Foundation / Elena Filipovic, Direktorin Kunstmuseum. The Mediterranean
Künstler:in: Gustave Courbet
Entstehungszeit: 1857
Material / Technik: Öl auf Leinwand
Masse: 59 x 85.1 cm
Creditline: The Phillips Collection; Acquired 1924
Ein besonderer Fokus der Ausstellung im Kunstmuseum Basel liegt auf ihrer intensiven Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern vom 15. bis 20. Jahrhundert, von
denen einige erstmals neben den Werken der Künstlerin gezeigt werden. Diese
Gegenüberstellung erweitert das Verständnis für die abstrakten Bilder Frankenthalers.
Im Alter von nur 23 Jahren veränderte Frankenthaler mit ihrer innovativen Soak-Stain-
Technik die moderne Malerei: Mit verdünnter Farbe schuf sie auf ungrundierter
Leinwand, die sie auf dem Boden auslegte, Kompositionen von enormer Leuchtkraft – oft
in grossem oder sogar monumentalem Format. Sie bearbeitete die Farbe von allen
Seiten mit Schwämmen, Schabern, Haushaltsbürsten und anderen Werkzeugen. So
erreichte sie, dass die Leinwand die Pigmente aufsog, was besondere Effekte bewirkte,
weil Stoff und Farbe eins wurden. Obwohl Frankenthaler dem Zufall im Malprozess viel
Raum liess, bewahrte sie ein ausgeprägtes Bewusstsein für Balance und Struktur.

Künstler:in: Helen Frankenthaler
Entstehungszeit: 1981
Material / Technik: Acryl auf Leinwand
Masse: 172.1 x 237.5 cm;
Creditline: Helen Frankenthaler Foundation, New York
Ein umfangreiches Begleitprogramm bringt den Besucher*innen die Bandbreite des künstlerischen Schaffensprozesses Helen Frankenthalers näher.
Der Katalog mit Beiträgen von Anita Haldemann
und Karen Wilkin sowie einer reich bebilderten Biografie von Amanda Kopp-Kempinski
gibt Einblicke in Frankenthalers Schaffen und Leben, ihre Reisen und ihre
künstlerischen Inspirationen und enthält eine Auswahl grossformatiger Abbildungen,
denen teilweise die kunsthistorischen Vorbilder gegenübergestellt sind.
Bis zum 23.08.2026 lohnt ein Besuch im Basler Kunstmuseum.