Aikikendo und mitfühlende Präsenz

Wie komme ich zu guten Entscheidungen, die für alle Beteiligten eine WIN-WIN-Situation darstellen?

Was bedeutet emotionale Intelligenz in der Geschäftswelt und wie lässt sie sich in der Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden leben?
Wie kann ich in mir ruhen und gleichzeitig flexibel sein?
Wie halte ich Konzentration und Fokus auf das Wesentliche, ohne mich in Details zu verlieren?

Wie komme ich zu guten Entscheidungen, die für alle Beteiligten eine WIN-WIN-Situation darstellen?

Wenn Sie diese und andere Führungsfragen beschäftigen, kommt das Angebot Aikikendo & mitfühlende Präsenz zum richtigen Zeitpunkt.

  • Sie erfahren sich an diesem Wochenende nicht nur in gelassener Konzentration, sondern begegnen Ihren Übungspartnern in wertschätzendem Dialog auf Augenhöhe – verbal und nonverbal.
  • Sie kommen in Kontakt mit Ihrer inneren Kraftquelle und begegnen der eigenen Wirkmächtigkeit in respektvoller Resonanz mit dem Gegenüber und der Gruppe.
  • Sie erhalten offenes, klares und professionelles Feedback von allen Beteiligten.
  • Sie erleben sich in einem experimentellen Lernfeld und erfahren durch Aikikendo eine angemessene Handhabung des Schwertes aus Holz (Bokken), die Ihre Fähigkeit zur Selbstführung und Führung von Menschen und Organisationen stärkt.
  • Durch Körperübungen und Meditationen vertiefen wir Achtsamkeit und Fokus auf das Wesentliche. Wir laden ein zum respektvollen Umgang im geschützten Raum. Ihre Begleiter sind Öser Bünker, Meditationslehrer, und Hans J. Hinken, Führungskräfte- Coach, die jeder auf dem Gebiet der persönlichen Entwicklung seit über 40 Jahren über professionelle Erfahrungen verfügen. Auf ein Wiedersehen oder eine erste Begegnung freut sich Ihr Trainergespann Öser Bünker und Hans J. Hinken

Termin: 17.09. von 16 h bis 19.09. 2021 um 16 Uhr, Get-Together, Einführung, Workshop

Ort: Hotel Schloss Reinach, D – 79112 Freiburg – Munzingen, St. Erentrudisstr. 12

Teilnahmegebühr: € 640,- inkl. Seminar- Material (Unterlagen & Holzschwert), Seminarverpflegung und 3 x Menü, plus 19 % MwSt.

anmeldung@aikikendo.com

Ihre Begleiter:

Öser Bünker

Öser hatte seit seiner Kindheit den starken Wunsch, in der Welt für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz zu wirken. Als junger Student engagierte er sich zuerst in der Politik, doch die spirituelle Sehnsucht war stärker. Mit 27 begann er mit der Praxis der Meditation und traf bald darauf in Paris den japanischen Zenmeister Taisen Deshimaru (1914 – 82). Nach dessen Tod und auf der Suche nach einem neuen Lehrer traf er den tibetischen Meister Gendün Rinpotsche (1918 – 97), der eine vollkommene Verkörperung von Weisheit und Herzensgüte darstellte. Unter seiner Leitung praktizierte Öser intensiv in einer dreijährigen Meditationsklausur.

Er ist Lehrer (Lama) in der tibetischen Tradition des Buddhismus und unterrichtet seit vielen Jahren den Weg der Meditation und des Geistestrainings. Sein besonderes Interesse besteht darin, die universell gültigen buddhistischen Methoden der Geistesschulung auch für diejenigen zugänglich zu machen, die keine oder eine andere religiöse Anbindung haben. ‚Religion ist jedermanns private Angelegenheit, Ethik und Mitgefühl aber nicht.‘ (Dalai Lama)

Hans J. Hinken

Hans ist Leadership Coach, Team- und Transformationsbegleiter. Er verbindet Resonanz und Tiefgang mit Leichtigkeit und Humor. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der lokalen und globalen Geschäftswelt und in der Schwertkunst aikikendo ist er ein Meister in konzentrierter Gelassenheit. Verankert im systemischen Denken und kreativen Gestalten schätzen Kunden seine Perspektivenvielfalt und sein Einfühlungsvermögen bei komplexen Herausforderungen. Dadurch wird sinnhafte und authentische Selbstführung ermöglicht. Ausgebildet in Psychologie und Pädagogik arbeitete er in den 80er Jahren als Schauspielcoach an internationalen Theatern und fokussiert nun als evolving Partner darauf, Menschen und Organisationen auf Augenhöhe in Richtung innovativer und nachhaltiger Zukunftsfähigkeit zu begleiten. Er verfügt über profunde Kenntnisse und langjährige Erfahrungen im Bereich gelingender Veränderungs- und Transformationsprozesse. Sein Motto teilt er mit Joseph Beuys und Otto Scharmer: «Die gesellschaftliche Verantwortung von der Zukunft her denken.»

Führen mit Achtsamkeit und Fokus

Intensiv Workshop: Aikikendo & Leadership

In Zeiten komplexer Herausforderungen und vielfältiger Informationen auf allen Kanälen kommt es auf ein hohes Maß an Selbstführung an, wenn Mitarbeiter, Teams, Abteilungen und ganze Unternehmen fokussiert geführt werden wollen.

In diesem Workshop werden wir zielführende Wege aufzeigen, die Selbstreflexion eigenen Handelns vornehmen und durch klares und offenes Feedback von außen den Grad der eigenen Selbstführung erkennen und ausbauen.

Mithilfe des japanischen Holzschwertes „Bokken“, einem Nachbau des „Katanas“ der Samurai aus Holz, erlernen wir einfache Formen der Fokussierung und der Achtsamkeit, die eine partnerschaftliche Begegnung auf Augenhöhe erlauben.

Gleichzeitig erleben Sie die Vorzüge pro-aktiven Handelns und das FLOW-Gefühl, welches die Leichtigkeit des Seins – auch und gerade im Leadership Kontext ermöglichen.

Sie lernen, aus der eigenen Mitte heraus zu handeln, Ihrer Intuition mehr zu vertrauen, Ihr Gegenüber im Dialog zu erreichen und so gemeinsam die Unternehmenskultur zu verändern. Dadurch sind Sie auf die Herausforderungen eines partizipativen Führungsalltags besser vorbereitet.

Neben dem praktischen Umgang mit dem Bokken, der Reflexion von Krafteinsatz, Energiefluß und Wirkung im Dialog, werden wir ein valides Messverfahren zur Erfassung und zum Ausbau Ihrer Führungswirkung nutzen, damit Sie Autorität, Verantwortung und Power kontrolliert einsetzen können.

Auf ein Wiedersehen oder eine erste Begegnung freut sich Ihr Trainergespann

Hans-Harry Bittner und Hans-Josef Hinken

Termin:      26.11.2020, 17:00-19:30 Uhr Get-Together / Einführung Workshop: 27.11.2020 von 09:00-17:30 Uhr

Ort: Dorint Hotel an den Thermen, D – 79111 Freiburg, An den Heilquellen 8

Preis:   € 495,- inkl. Verpflegung zzgl. 16 % MwSt.

Anmeldung bis zum: 11.11.2020  anmeldung@aikikendo.com

                     

Das einzige Führungsbuch, das Sie im digitalen Zeitalter noch benötigen

Braucht Digitalisierung überhaupt noch Führung oder führt sich nicht jede/r selbst in digitalen Zeiten?

Buchcover - Das einzige Führungsbuch, das Sie in der digitalen Zeit noch benötigen.

Lassen wir für einen Moment den reißerischen Titel des Verlags mal außen vor – und wenden uns den zentralen Begriffen FÜHRUNG und DIGITALISIERUNG zu – zwei Themenfelder, die sich auszuschließen scheinen.

Braucht Digitalisierung überhaupt noch Führung oder führt sich nicht jede/r selbst in digitalen Zeiten?

Bei der konstruktiven Betrachtung dieser Pole fällt dem Autor,Kishor Sridhar, auf, dass es sehr wohl einen Zusammenhang gibt – außer dem antagonistischen.

Es geht ihm um „richtige Führung- nach innen sich selbst gegenüber und nach außen im Team.“

Daher gliedert er das Buch in 6 Kapiteln und beschreibt die veränderte Führung unter Bedingungen der Digitalisierung mit dem Schwerpunkt auf Sinn, Werte und Motivation der Mitarbeitenden (Kap. 1-3) Hier gefällt besonders sein Exkurs über das Storytelling auf 8 Seiten, mit dem er die Methode knapp und anschaulich umreißt.

Wachstum und Change begreift er als Lebensphilosophie, weil sie all unsere Bereiche durchziehen. (Kap.4) Und er entwirft ein Konzept, über Werte und Stärken zu führen.

Dazu führt er im Anhang Fragebögen und Tests an, die Antworten geben auf die Frage: „Welche Führungskraft sind Sie?“, die eine Auswahl an Stärkentests bieten und Fragen bezüglich einer Werteliste aufwerfen die 4 Zielebenen entsprechen.

In Kapitel 5 widmet er sich der Selbsterkenntnis als Führungsprinzip, indem er der Reflexion im Unternehmenskontext einen breiten Raum anbietet. Dazu muss alles auf den Prüfstand und keiner Heiligen Kuh wird aus dem Weg gegangen. Er fordert im Unternehmensalltag Zeitinseln zur Reflexion zu schaffen und den Rebellen im Unternehmen zu installieren. Dadurch entsteht eine kritische Distanz zum Business-Alltag und Routinen und eingefahrene Muster werden so leichter identifiziert und abgebaut.

Auch ermöglichen diese Interventionen, die Führungskraft, das Team und jeden einzelnen Mitarbeiter auf die Ebene der Metakommunikation zu bringen, von der aus weiterführende Erkenntnisse möglich sind.

Im letzten Kapitel 6 wendet er sich dem High-Performance-Leadership zu und zeigt vielfältige Wege auf, diese zu optimieren. Zum einen vertritt er den Ansatz, dass Führungskräfte sich im Team den firmeneigenen Datenströmen zuwenden, um diese zu analysieren und Entwicklungen abzulesen. Zum anderen zeigt er neue Anforderungen an eine komplexer gewordene Kommunikation auf, die sich ausrichtet auf die Spielarten der neuen Generation, Homeoffice-Arbeitsplätzen und dezentralen Teams.

Nur durch die Entwicklung der Mitarbeiter und eine Optimierung der Prozesse kann der Digitalisierung mit guter Führung begegnet werden und eine Erfolgsstory daraus werden.

Kishor Sridhar, Redline Verlag 2019

Hardcover, 272 Seiten Erschienen: Mai 2019 ISBN: 978-3-86881-748-5 19,99 € inkl. MwSt.

Wie steht es um das Wohlbefinden von Führungskräften?

Forschungsteam aus Kiel, Frankfurt und Koblenz-Landau veröffentlicht Metastudie

Organisieren, koordinieren, Verantwortung tragen – Führungskräfte müssen viel leisten und ein verlässlicher Faktor für Unternehmen und Mitarbeitende sein. Da spielt ihre Gesundheit eine entscheidende Rolle. Erkenntnisse über das Wohlbefinden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es in der Wissenschaft bereits. Weniger bekannt ist, wie es um das Wohlbefinden von Führungskräften steht und wie sich das auf ihren Führungsstil auswirkt. Ein Forschungsteam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Koblenz-Landau veröffentlichte kürzlich eine Metastudie über dieses Zusammenspiel in dem international renommierten Fachjournal Work & Stress.

Wohlbefinden und Führungsstil hängen zusammen

„Für den Zusammenhang zwischen dem Führungsverhalten von Führungskräften und ihrem eigenen Wohlbefinden nahmen wir an, dass die Art, wie sie ein Team anleiten dann positiv ausfällt, wenn sie zufrieden sind und es ihnen gut geht. Das erleichtert dann wiederum, positives Führungsverhalten zu zeigen“, sagt Ko-Autorin Professorin Claudia Buengeler vom Kieler Institut für Betriebswirtschaftslehre. Die Metastudie bestätigt die Annahmen des Forschungsteams, dass ein hohes Wohlbefinden mit konstruktivem Führungsverhalten in Zusammenhang steht. Ferner fand das Team heraus, dass gestresste, emotional erschöpfte und von Burnout bedrohte Vorgesetzte zu einem eher negativen Führungsstil neigen beziehungsweise, dass negatives Führen mit einem geringeren Wohlbefinden in Zusammenhang steht.

Originalpublikation:

Antonia J. Kaluza, Diana Boer, Claudia Buengeler & Rolf van Dick (2019): Leadership behaviour and leader self-reported well-being: A review, integration and meta-analytic examination, Work & Stress, DOI: 10.1080/02678373.2019.1617369

Theoretische und empirische Erkenntnisse miteinander verknüpfen

Das Forschungsteam besteht neben Claudia Buengeler aus Erstautorin Antonia Kaluza (Institut für Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Diana Boer (Institut für Psychologie an der Universität Koblenz-Landau) sowie Rolf van Dick (ebenfalls Institut für Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main). Für die Metastudie haben sie zunächst die wichtigsten Theorien über den Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Führungskräften und ihrem Führungsstil aus insgesamt 88 Forschungsarbeiten zusammengetragen und neu bewertet. Anschließend haben sie die Ergebnisse dieser Studien, in denen über 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befragt wurden, statistisch zusammengefasst. Dieses Vorgehen erlaubt, den Forschungsstand eines Forschungsfeldes sowohl theoretisch als auch empirisch zu integrieren und somit einen hohen Erkenntnisgewinn zu generieren.

Ein Anlass für eine Metaanalyse sei laut Buengeler aus folgendem Grund gegeben: „In der Personalforschung kam das Thema Gesundheit, insbesondere in Bezug auf Führungskräfte, erstmals vor rund zehn bis 20 Jahren auf, nur wenige Studien sind älter. Nach dem Wohlergehen von Führungskräften zu fragen war – wenn überhaupt – oft nur ein Nebenschauplatz.“ Sie fügt hinzu: „Wir haben es also mit einem sehr jungen Forschungsfeld zu tun, in dem gerade in den letzten Jahren ein sprunghafter Anstieg von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu verzeichnen ist. Unsere Metaanalyse fasst all diese Erkenntnisse zusammen und kann somit richtungsweisend für zukünftige Forschung auf diesem Gebiet sowie die Unternehmenspraxis sein.“

Drei konstruktive Führungsstile, ein positiver Effekt

Es gibt drei Arten von konstruktiven Führungsstilen: Um eine Führungsrolle erfolgreich auszuüben, kann der Teamleiter oder die Teamleiterin beziehungsorientiert, veränderungsorientiert oder aufgabenorientiert führen. Die beziehungsorientierte Herangehensweise zeichnet sich durch das Schaffen einer positiven Arbeitsbeziehung – durch ein Geben und Nehmen zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden – aus. Dabei stehen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Fokus; sie fühlen sich unterstützt. Veränderungsorientiert (zum Beispiel durch transformationale Führung) geht vor, wer seine Mitarbeitenden aus eigenem Antrieb heraus (also intrinsisch) motiviert, über sich selbst hinauszuwachsen und Veränderungen offen gegenüber zu stehen. Beim aufgabenorientierten Vorgehen (etwa durch transaktionale oder direktive Führung) macht die Führungskraft klare Vorgaben und überwacht die Zielerreichung.

„Wir konnten feststellen, dass alle drei konstruktiven Führungsstile einen positiven Zusammenhang mit dem Wohlbefinden der Führungskräfte aufweisen“, sagt Buengeler. „Den stärksten Einfluss hat der veränderungsorientierte Ansatz, den zweitstärksten der beziehungsorientierte, gefolgt von der aufgabenorientierten Herangehensweise. Umgekehrt gehen wir davon aus, dass sich ein hohes Wohlbefinden positiv auf das von Führungskräften gezeigte Führungsverhalten auswirkt.“

Destruktive Führung begünstigt schlechtes Wohlbefinden

Unter destruktiver Führung leiden beispielsweise die Arbeitszufriedenheit, das Engagement sowie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden – Stress wird dadurch auch bei den Führungskräften verstärkt. Destruktive Führung beinhaltet neben einem aktiv destruktiven Stil (zum Beispiel despotisches oder autokratisches Verhalten, psychischer Missbrauch, Mobbing) auch passives Führungsverhalten.

Passives Verhalten äußert sich zum Beispiel in einer Laissez-faire-Führung. Das Problem hier: Die Führungskraft führt ihre Mitarbeitenden nicht, setzt keine Grenzen, nimmt ihnen keine Entscheidungen ab oder ist einfach nicht für sie da. Das Forschungsteam konnte zeigen, dass aktiv destruktive Führung zwar stärker negativ mit dem Wohlbefinden der Führungskräfte in Zusammenhang steht als passive Führung. Dennoch wirkt auch passive Führung keineswegs neutral, sondern negativ auf ihr Wohlbefinden. Da das Verhalten von Führungskräften wiederum das Wohlbefinden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beeinflusst, sind die Vermeidung von destruktivem Führungsverhalten sowie die Stärkung des Wohlbefindens von Führungskräften wichtige Ansatzpunkte für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement in Unternehmen.

Bewusstsein schaffen und Maßnahmen entwickeln

Das Ziel der Studie ist zum einen, ein Bewusstsein in der Gesellschaft dafür zu schaffen, dass das Wohlbefinden von Führungskräften ebenso wichtig ist wie das der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie anleiten. Zum anderen geht es darum, negative Verhaltensmuster zu erkennen, diese zu durchbrechen und sie langfristig zu verändern. „Um strukturelle Maßnahmen zu schaffen, die den Führungskräften helfen, ihre Rolle effektiv auszuüben, muss zunächst klar sein, was bei schlechtem Wohlbefinden tatsächlich helfen kann“, meint Buengeler. „Neben gezielten Trainingsmaßnahmen für Führungskräfte sind Unternehmen auch gefragt, mehr Freiräume zu schaffen und Zeit einzuräumen, damit Führungskräfte ihre Rolle reflektierter und aktiver wahrnehmen können.“

Die Metastudie bildet den Auftakt einer Reihe von Veröffentlichungen rund um das Thema Führung und Gesundheit. An dem Gesamtprojekt ist auch die Amsterdam Business School der Universität Amsterdam beteiligt.

Meisterschaft in Führung

Ist Führung erlernbar, oder werden Persönlichkeiten mit dieser Fähigkeit geboren?

Leadership ist eine Reise – eine Heldenreise, wie Jochen Messner und Michael Fuchs auf 314 Seiten heraus-arbeiten.

Sie nehmen sich die Episoden der Star-Wars-Saga vor und zeigen unter-haltsam und mitunter in philosophischen Exkursen den Entwicklungsweg des jungen Luke Skywalker. Dieser begibt sich – zunächst unbewusst – auf seine persönliche Heldenreise, auf der er mehr und mehr zum Kern seiner Persönlichkeit vorstößt, seinen Licht- und Schattenseiten begegnet und sich am Ende zu einem Jedi-Anführer entwickelt, der sein Team in eine neue Ära führt.

Dieser Transformationsprozess der inneren Wandlung ist angelehnt an den Mythos der Heldenreise, wie ihn Joseph Campbell in seinen anthropologischen Studien entworfen und George Lucas auf seine Star-Wars-Erzählung angewendet hat. Dabei bilden die Entdeckung, Entwicklung und Integration der Archetypen, wie sie C.G. Jung beschrieben hat, die Grundlage der Erkenntnisse dieses Buches

Es ist das große Verdienst der Autoren Messner und Fuchs, diesen psychologisch -kulturhistorischen Rahmen an die Dramaturgie der Filmreihe anzulegen und daran aufzuzeigen, wie sich Manager von heute zu Führungskräften von morgen entwickeln können. Und wie sie sich auf die permanenten Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft einstellen können, um diese proaktiv mit zu gestalten.

Dabei kommt der Mentorenschaft erfahrener Leader und weiser Menschen ebenso Bedeutung zu, wie der Fähigkeit zur Selbstführung.

Unterstützt werden diese Erkenntnisse durch Schaubilder und die minimalistische Ikonografie der Archetypen von Claudia Messner, die dem Auge des Lesers wohltuend entgegenkommen.

Auch wenn man keine einzige Episode der Star-Wars-Reihe als Film gesehen hat – wie der Rezensent – so lässt sich das Story-Board leicht anhand der Chronologie am Ende des Buches entschlüsseln.
Mitunter erscheinen einzelne Szenen des Films in der Analyse etwas redundant und wirken langatmig. Hier wäre weniger mehr gewesen. Aber die zentrale Botschaft für jede Führungskraft wird deutlich: Integriere deine Licht- und  Schattenanteile, sonst führen sie mit dir ihr Eigenleben! Denn narzisstische und egomanische Führungsspitzen hat das Business genug zu bieten.

Gespannt sein darf man auf die englische Übersetzung, die auch als e-book erhältlich ist unter dem Titel: „Leadership in a VUCA World – The Jedi Path to Agile Mastery“.

Hans Hinken

Autoren

Michael Fuchs

Michael Fuchs: Freier Autor, Executive-Coach und Unternehmensberater. Steuert komplexe Organisationsdynamiken und macht aus Führungskräften Moderne Helden. Sein Purpose „make business more human“ erlaubt ihm eine tiefe Verbindung zur lebendigen Macht.

Jochen Messner

Jochen Messner: Managementberater und Experte für erfahrungsorientiertes Lernen. Ermöglicht Führungskräften den Blick hinter ihre Maske und stellt die Weichen für High Performance Collaboration. Die Macht ist stark in ihm durch seinen Zugang zur eigenen Lebendigkeit.

29,95 € inkl. MwSt. 27,99 € zzgl. MwSt., Haufe Verlag oder im Buchhandel