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Stephan Spicher

Copyright        © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010, Atlier Stephan Spicher, Basel
Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010, Atlier Stephan Spicher, Basel

Stephan Spicher (geb. 1950 in Basel) ist ein Schweizer Maler mit internationalen Beziehungs- und Arbeitsfeldern in der Schweiz, Russland, Indonesien und Japan. Seine Ateliers stehen in Oberwil bei Basel und in Maggia, im Tessin. Zentrales Thema des

Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010,  Künstler: Stephan Spicher, Basel
Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010, Künstler: Stephan Spicher, Basel

Künstlers sind die elementaren Fragen des Sehens und der Wahrnehmung und deren künstlerische Umsetzung in Malerei und Zeichnung. Sein Gesamtwerk ist deshalb von Kontinuität im Wandel bestimmt und von der grundsätzlichen Bedeutung des „Lebensbegriffs“ geprägt, mit dem der Künstler nach den Kräften oder Energien fragt, die hinter allem Leben und damit auch hinter den Bildern stehen, diese in Bewegung versetzen und permanent verwandeln.

Nach Abschluss seiner Schulzeit entscheidet sich Stephan Spicher, auf der Suche nach einem eigenen, ihm adäquaten Ausdrucksmittel, für ein Kunststudium an der Kunstge

werbeschule, der heutigen [[Hochschule für Gestaltung und Kunst|Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) ]]. Anschliessend vervollständigt er seine Ausbildung beim italienischen Maler Beppe Assenza, der ihm mit seiner künstlerischen Italianità und seinem umfassenden Wissen über

Malerei die Richtung vorgibt.

Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010,  Künstler: Stephan Spicher, Basel
Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010, Künstler: Stephan Spicher, Basel

 

1980 zieht Spicher nach Maggia in die Südschweiz, wo er einen Teil seiner Kindheit verbracht und seine Liebe zur steinigen Welt und [[Tektonik]] des gleichnamigen Tals entdeckt hatte, das von seinem Vater, einem Berufsgeologen, wissenschaftlich erforscht wurde. Eine erste kontinuierliche Schaffensperiode de

s Künstlers (bis 1983) steht deutlich unter dem Einfluss des Tessiner Aufenthalts und mehrerer Studienreisen nach Italien. Er steht zu dieser Zeit noch ganz im Banne der

Farbe und entdeckt die spirituelle und dynamische Ausdruckskraft der sakralen zweidimensionalen Malerei des italienischen Mittelalters und damit eine künstlerische Haltung, die ihn im Vergleich mit derjenigen der [[Renaissance]] besonders fasziniert und beeinflusst.

 

Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010,  Künstler: Stephan Spicher, Basel
Copyright © Fotograf: Hans-Josef Hinken, 2010, Künstler: Stephan Spicher, Basel

Inzwischen ist Stephan Spicher, mit Blick auf zwei Einzelausstellungen in Kyoto (Hashimoto Museum 2014) und in St. Petersburg (Russisches Staatsmuseum 2015), wieder zur reinen, stillen Malerei und zu Bildern zurückgekehrt, in denen eine gereifte malerische Grundkultur und jahrzehntelange künstlerische und menschliche Erfahrungen den Ton angeben. Seine Blüten sind zwar duftend und leicht geblieben, wie ephemere Erscheinungen, die nur für den Augenblick geboren sind. Doch sie verfangen sich im sperrigen Geäst von Linien, die sich jetzt wieder stärker als Linien behaupten und bewusst, als Element ästhetischer Verunsicherung und Gegenpol zur vermeintlichen „Schönheit“ der Blüte antreten, die ihre Vergänglichkeit und ihren Zerfall unsichtbar in sich trägt.

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde von Ria Hinken eingestellt.

 

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